Regionalzentrum Coesfeld

Veranstaltung

BürgerUniversität Coesfeld: Bewährung und Befremden

Über die unheilvolle Sogkraft eines dschihadistischen Islam

Termin(e) Uhrzeit Leitung Ort/Raum
Mi, 06.06.2018 19:00 Dr. Thomas Loer Regionalzentrum Coesfeld

In der Diskussion über das beunruhigende Phänomen der Radikalisierung im Namen des Islam taucht immer wieder die Frage auf, ob es sich um das Missverständnis einer eigentlich friedfertigen Religion handelt oder ob diese den Keim der Radikalisierung formt. Dass auch nüchterne Analysten in dieser Frage keine Übereinkunft erzielen können, ist schon ein Hinweis darauf, dass die Frage möglicherweise gar nicht beantwortet werden kann. Vor allem dann nicht, wenn die Ungleichartigkeit innerhalb der islamischen Lehre nicht berücksichtigt wird.

Im Vortrag wird ein Aspekt vorgestellt und diskutiert, der einen möglichen Weg zur Erklärung der Radikalisierung erkennen lässt: der Aspekt der „Fremden“. Dabei wird exemplarisch gezeigt, wie die Hinwendung zum Islam in einem bestimmten Verständnis als Lösung einer biographischen Krise erscheint und wie dieses Verständnis einen sich selbst verstärkenden Sog auslöst.

Der habilitierte Soziologe Dr. Thomas Loer ist Gastdozent an der Privaten Universität Witten/Herdecke, Lehrbeauftragter an der International Psychoanalytic University Berlin und freiberuflich tätig (Praxis für klinische Soziologie – Analyse und Beratung). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Kultursoziologie, die Soziologie des unternehmerischen Handelns, die Kunstsoziologie, die Soziologie der Professionalisierung, die Methodologie und die Methode der Objektiven Hermeneutik.

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