Veranstaltung

Israel und der „Orient“. Eine Hassliebe?

Verschiedene Perspektiven auf das arabisch-jüdische Verhältnis

Seminar

Termin(e) Leitung
Ort/Raum
Sa, 21.03.2020
10:00 - 14:00
Julia Gosert, M.A.
WBK | Wissen Bildung Kultur, Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld

Seminar

Der Zionismus strebt nach einem jüdischen Staat, der eine Einheit von Nation, Volk, Kultur, Sprache und Territorium darstellt. Damit folgt er seinem europäischen Vorbild.

Vertreterinnen und Vertreter einer multikulturellen Denkschule in Israel verurteilen diese vereinheitlichenden Bestrebungen und setzen sich für kulturelle Vielfalt ein. Genauso wenden sie sich gegen das gängige Bild des „rückständigen Orients“ und gegen die Diskriminierung der Palästinenserinnen und Palästinenser sowie der arabischstämmigen Israelis. In ihrer Kritik vergleichen sie die zionistische Betrachtungs- und Behandlungsweise mit der einstigen Haltung der Kolonialmacht Europa gegenüber dem sogenannten „Orient“.

Im Rahmen des Seminars wird der „innere Kolonialismus“ Israels beleuchtet. Der Fokus liegt auf Konflikten innerhalb der israelischen Gesellschaft sowie auf zwei Lösungsvorschlägen. Mithilfe praktischer Gruppenarbeiten wollen wir gemeinsam tiefer in die Thematik einsteigen.

Julia Gosert hat an der Ruhr-Universität Bochum Sozialwissenschaft studiert. Sie arbeitet als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der FernUniversität in Hagen im Arbeitsbereich der Ernsting's family-Junior-Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören Kulturanthropologie, Qualitative Methoden der Sozialforschung und Rekonstruktive Sozialforschung.

Hinweis: Wegen begrenzter Plätze ist eine Anmeldung bis zum 13. März 2020 im Regionalzentrum Coesfeld der FernUniversität erforderlich.

Regionalzentrum Coesfeld, Tel. 02541 7582 oder per Mail: regionalzentrum.coesfeld@fernuni-hagen.de

Die Teilnahme ist kostenfrei.