„Gespräche am Tor“ zum Jahresauftakt 2021 weiterhin online

"Gespräche am Tor" weiterhin online

Zum Jahresauftakt 2021 befassten sich die „Gespräche am Tor“ in zwei Online-Veranstaltungen mit Fragen der neueren deutschen Geschichte vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik.

So veranschaulichte Prof. Dr. Tobias Arand (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg) anlässlich des 150. Jahrestages der Kaiserproklamation in Versailles die Entstehungshintergründe unseres heutigen Geschichtsbildes vom Deutsch-Französischen Krieg 1870/71: Diese identifizierte er maßgeblich mit dem Werk des Karlsruher Akademieschülers Anton von Werner (1843–1915), der als eine Art „embedded artist“ avant la lettre das Kriegsgeschehen künstlerisch begleitete und dokumentierte. In einer weiteren Veranstaltung legte Prof. Dr. Bernd Braun (Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg) zum 150. Geburtstag Friedrich Eberts (1871-1925) eine Zwischenbilanz über dessen Platz in der deutschen Geschichte vor. Entlang der politischen Systemwechsel in der deutschen Geschichte wurde der Wandel in der Beurteilung des ersten demokratisch gewählten deutschen Staatsoberhaupts verständlich, der noch nie so unumstritten war wie heute.

Bericht und Aufzeichnung beider Veranstaltungen laden im Veranstaltungsrückblick zu einer tieferen Auseinandersetzung mit diesen historischen Fragen und ihrer Bedeutung für unsere Gegenwart ein. Im weiteren Verlauf des diesjährigen Programms werden auch an der FernUniversität erarbeitete Forschungsergebnisse verhandelt.

Dr. Werner Daum