Gespräche am Tor

Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

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Eine Veranstaltungsreihe am Ettlinger Tor

Die Veranstaltungsreihe bietet ein Forum für den Austausch über aktuelle Fragen der Wissenschaft, Politik und Kultur. Im Sinne der den Universitäten eigenen "Third Mission" zielt die Reihe gleichsam auf einen Dialog zwischen Hagener Forschern, in der südwestdeutschen Region verankerten Wissenschaftlern und der bildungsinteressierten Öffentlichkeit vor Ort.

Anlässlich des 300. Jahrestages der Karlsruher Stadtgründung 2015 startete die Veranstaltungsreihe mit Fokus auf der Stadtgeschichte.

Seit 2016 werden die "Gespräche" unter thematischer Öffnung fortgeführt, wobei neben stadtgeschichtlichen Fragestellungen nun auch andere Themen aus Wissenschaft, Politik und Kultur in historischer Perspektive verhandelt werden.

Die nachfolgende Zusammenstellung bietet einen Überblick über das laufende Jahresprogramm in aufsteigender Datierung (für den aktuellsten Veranstaltungstermin bitte ganz nach unten scrollen). Alle Veranstaltungen finden im Regionalzentrum Karlsruhe der FernUniversität in Hagen am Ettlinger Tor im Karlsruher Stadtzentrum statt und werden von Dr. Werner Daum, Historiker und Leiter des Regionalzentrums, begleitet. Sie sind nicht nur für Studierende, sondern auch für die interessierte Stadtöffentlichkeit zugänglich.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Veranstaltungsankündigungen 2020

2020 [Programmflyer (PDF 2 MB)/Programmplakat (PDF 2 MB)]

  • apl. Prof. Dr. Norbert Franz –
    Populismus – Krisenphänomen der Moderne [21.10.2020]

    Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl geht apl. Prof. Dr. Norbert Franz (Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Luxemburg und Universität Trier) den Ursachen des Populismus in historischer Perspektive nach, um dann die neueren populistischen Strömungen zu thematisieren, wie sie gerade anlässlich der US-Wahlen im November 2020 wieder ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Dr. Detlev Fischer –
    70 Jahre Residenz des Rechts in Karlsruhe [15.07.2020]

    Am 26. Juli 1950 beschloss der Deutsche Bundestag nach einem wahren Abstimmungsmarathon die gesetzliche Regelung: Sitz des Bundesgerichtshofs ist Karlsruhe. In seinem Vortrag veranschaulicht Dr. Detlev Fischers (Richter am Bundesgerichtshof a. D. und Vorsitzender des Vereins Rechtshistorisches Museum e. V. Karlsruhe) den Entscheidungsprozess für den neuen Gerichtsstandort Karlsruhe und dessen Bedeutungsgewinn durch einige markante Gerichtsentscheidungen ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Dr. Stephan A. Glienke –
    NS-Justizverbrechen zwischen Aufarbeitung und Kaltem Krieg: Beispiele „ungesühnter Nazijustiz“ in Karlsruhe und anderswo im Musterländle [17.06.2020]

    Das „Dritte Reich“ hinterließ unsägliches menschliches Leid, eine zerstörte politische Kultur, Trümmerlandschaften und eine von jeglichen rechtsstaatlichen Grundsätzen entkleidete Justiz. Nach dem Ende des NS-Staates finden sich die ehemaligen NS-Juristen bald wieder in den Justizverwaltungen und an den Gerichten von Bund und Ländern. Fast unbemerkt waren sie in den Justizdienst zurückgekehrt. Begleitend zur „Rosenburg-Ausstellung“ des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz in Karlsruhe (Regierungspräsidium, 29. Mai – 12. Juli 2020) geht Dr. Stephan A. Glienke (Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Regionale Zeitgeschichte und Public History, Europa-Universität Flensburg) den Spuren der Nazijustiz in der südwestdeutschen Nachkriegszeit nach ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Prof. Dr. Thomas Sokoll –
    Max Weber, Karl Marx und der moderne Kapitalismus: eine historische Rekonstruktion [10.06.2020]

    Max Weber (1864 – 1920) zählt zu den großen Universalgelehrten der klassischen Moderne. Anlässlich des 100. Jahrestages von Webers Tod würdigt Prof. Dr. Thomas Sokoll (Professor i.R. für Neuere Geschichte, FernUniversität in Hagen) dessen Werk, vor allem den großartigen Essay über die „Protestantische Ethik“ (1904-05/1920), als heute noch unverzichtbaren Baustein für eine Theorie des modernen Kapitalismus. Insbesondere die Auseinandersetzung Webers mit Karl Marx zeigt auf, dass sein idealtypisches Konzept des modernen Kapitalismus eine kongeniale Weiterentwicklung des von Marx vorgeschlagenen Modells darstellt. Insofern versteht sich der Vortrag auch als kleiner Nachtrag zum großen Marxjubiläum des Jahres 2018 ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Prof. Dr. Manfred Görtemaker –
    Die Rosenburg – Das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit [28.05.2020]

    Zwischen 1949 und 1973 war die Rosenburg im Bonner Stadtteil Kessenich Sitz des Bundesministeriums der Justiz. Wie in vielen anderen Ministerien der jungen Bundesrepublik setzten dort zahlreiche ehemalige NS-Bedienstete ihre Karriere nahezu bruchlos fort. Seit 2012 hat eine Unabhängige Wissenschaftliche Kommission (UWK) die NS-Vergangenheit des Bundesjustizministeriums erforscht. In seinem Eröffnungsvortrag zur gleichnamigen Ausstellung im Regierungspräsidium Karlsruhe stellt Prof. Dr. Manfred Görtemaker (Emeritus der Professur für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Potsdam) die zentralen Ergebnisse dieser Forschung vor und führt in die Ausstellung ein ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Brigitte und Gerhard Brändle –
    Antifaschistischer Widerstand transnational: Menschen aus Baden in der französischen Résistance [05.02.2020]

    Vor 80 Jahren überfällt die Nazi-Wehrmacht die Benelux-Staaten und Frankreich. Damit geraten Menschen, die ab 1933 ihre Heimat in Baden verlassen mussten, bedroht wegen ihrer jüdischen Religionszugehörigkeit und/oder als NS-GegnerInnen, erneut in Gefahr. Sie müssen sich entscheiden: fliehen, sich verstecken oder sich dem Widerstand in Frankreich anschließen. Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages widmen sich Brigitte und Gerhard Brändle (Zeithistoriker Pforzheim) mit ihrem Vortrag einem weitgehend unbekannten Kapitel in der Geschichte der Résistance – den badischen Akteuren im französischen Widerstand ...
    Veranstaltungsankündigung
  • Harry Block –
    Zum Schutz natürlicher Ressourcen und unserer Lebenswelt: vier Jahrzehnte grüner Kämpfe in Karlsruhe und in der Region [15.01.2020]

    Fast auf den Tag genau 40 Jahre nach der Gründung der Bundespartei „Die Grünen“ im Januar 1980 in Karlsruhe zieht der Referent eine persönliche Bilanz der grünen Kämpfe in Stadt und Region, an denen er maßgeblich beteiligt war und immer noch beteiligt ist. Über ein Vierteljahrhundert gestaltete Harry Block (Vorstandsmitglied im BUND e.V. Mittlerer Oberrhein, BUND Karlsruhe) die Kommunalpolitik Karlsruhes mit, wobei er die Agenda der Umwelt- und Naturschutzbewegung in der Region – allen voran den Kampf gegen die Wiederaufarbeitungsanlage und den Schnellen Brüter im Kernforschungszentrum Karlsruhe sowie den Bau des zweiten Blocks im Atomkraftwerk Philippsburg – in entscheidender Weise mitgestaltete ...
    Veranstaltungsankündigung

Veranstaltungen 2019

2019 [Programmflyer (PDF 2 MB)/Programmplakat (PDF 2 MB)]

  • Prof. Dr. Jan Knopf –
    Die kulturpolitische Sensation aus Karlsruhe: Eine Brecht-Ausgabe über die Mauer hinweg [13.11.2019]

    Zum 30. Jahrestag des Berliner Mauerfalls erinnert die Veranstaltung an das »verdienstvollste deutsch-deutsche Buchunternehmen des geteilten Deutschlands« (Börsenblatt), das Prof. Dr. Jan Knopf, Professor für Literaturwissenschaft und Leiter der Arbeitsstelle Bertolt Brecht (ABB) am KIT, als Grenzgänger zwischen Ost und West mit erarbeitete. Als maßgeblicher Mitinitiator dieses »Jahrhundertunternehmens« (NZZ) erzählt der Referent von einer Literatur-Geschichte, wie sie bisher nicht im Buche stand, von einem Polit-Thriller, dessen Ende – trotz Mauerfalls – noch immer offen ist ...
    Veranstaltungsankündigung

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