Regionalzentrum Karlsruhe

Veranstaltung

Non ci è stato regalato niente. Geschenkt wurde uns nichts

Frauen im italienischen Widerstand

Termin(e) Uhrzeit Leitung Ort/Raum
Mi, 20.04.2016 18:00 Heike Herzog Seminarraum BASEL

Non ci è stato regalato niente/Geschenkt wurde uns nichts.
Frauen im italienischen Widerstand (ital. Original mit dt. Untertiteln)

Ein Dokumentarfilm von Eric Esser

Dem Film geht eine allgemeine Einführung in das Thema voraus:

Obenauf die Kartoffeln, darunter die Munition.
Frauen im italienischen Widerstand.

Eine historische Einführung zur Resistenza von Heike Herzog

Am 8. September 1943 verkündete General Eisenhower den Waffenstillstand mit Italien. Am 8. September begannen deutsche Truppen mit der systematischen Besetzung des bis dato Verbündeten. „Mit dem 8. September kam der Krieg in unsere Dörfer, in jedes einzelne Haus.“ Mit diesen Worten erinnert sich die Partisanin Annita Malavasi an diesen Tag. Der 8. September gilt aber auch symbolisch als der Tag, an dem der Widerstand gegen diese Besatzung begann. 20 Monate sollte dieser Widerstand dauern und er endete, wiederum symbolisch, am 25. April 1945 mit der Befreiung mehrerer norditalienischer Städte durch die Partisanen.

Wer aber waren diese meist jungen Männer und Frauen, aufgewachsen im italienischen Faschismus, die ihr bisheriges Leben aufgaben und „in die Berge gingen“, um gegen Wehrmachtstruppen, SS und die von den deutschen Besatzern wieder eingesetzten faschistischen italienischen Truppen zu kämpfen? Der Film „Non ci è stato regalato niente“ porträtiert Annita Malavasi, eine der ersten Frauen, die sich dem Widerstand anschlossen.

Frauen waren das Rückgrat dieser Widerstandsbewegung, sie erfüllten alle erdenklichen Aufgaben: Sie transportieren Waffen, versteckten Menschen und liefen als Kurierinnnen durch die Berge. Sie versorgten Verletzte, spionierten feindliche Bewegungen aus und agitierten die Frauen in den Dörfern. Und sie kämpften in den Partisaneneinheiten. Annita Malavasis filmische Erzählung ist nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern auch eine Hommage an alle diese Frauen.

Heike Herzog, geb. 1967, studierte Musikwissenschaften, Soziologie und Pädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Sie arbeitete als freie Rundfunkjournalistin und Medienpädagogin in der Jugendarbeit mit den Themenschwerpunkten Nationalsozialismus, Rassismus, Toleranzerziehung. Seit den 1990er Jahren beschäftigt sie sich mit dem Widerstand gegen die deutsche Besatzung in Italien während des Zweiten Weltkriegs und betreut das Fachportal www.resistenza.de . Derzeit ist sie als Rundgangsleiterin des Vereins Geschichte für Alle e.V. am Nürnberger Dokumentationszentrum Reichsparteitage und am Memorium Nürnberger Prozesse tätig.

Eric Esser, Jg. 1975, erster Kurzfilm 2003; er arbeitete nach dem Studium der Medieninformatik am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. 2005 rettete er sich auf die Filmarche, eine selbstverwaltete Filmschule in Berlin, und wählte den Studienschwerpunkt Dokumentarfilm-Regie. Dort ist er verantwortlich für verschiedene Vorlesungen und Workshops. Inzwischen ist er Mitglied des Ältestenrats der Filmarche und engagiert im Berufsverband AG DOK; 2014 Artiste en Residence im französischen Cerbère. Seit Herbst 2014 besucht er den Masterstudiengang Dokumentarfilm an der Filmuniversität in Potsdam-Babelsberg. Eric Esser lebt und arbeitet in Berlin.

Für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.

Gespräche am Tor: Gesamtprogramm

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