Regionalzentrum Karlsruhe

Veranstaltung

„... sie hatten noch die Frechheit zu weinen ...“ Die Verfolgung der Juden in Karlsruhe 1933 – 1945

Gespräche am Tor - Karlsruher Begegnungen zu Wissenschaft, Politik und Kultur

Termin(e) Uhrzeit Leitung Ort/Raum
Mi, 07.11.2018 18:00 Dr. Ernst Otto Bräunche Seminarraum BASEL

Ein Vortrag von Dr. Ernst Otto Bräunche

Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, lebten in Karlsruhe 3.119 Juden, die sich nun einer bis dahin – trotz durchaus vorhandener antijüdischer Ressentiments – nur sehr schwer vorstellbaren antisemitischen Terrorpolitik der neuen Machthaber ausgesetzt sahen. Anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 spannt der Vortrag den Bogen vom so genannten Judenboykott über die Ausschaltung aus dem öffentlichen Leben und die Zerstörung der Synagogen bis hin zur Deportation nach Gurs in Südfrankreich und der Ermordung in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern. Die Vorgänge in der badischen Gau- und Landeshauptstadt belegen, wie rasch nach der Beseitigung demokratischer Strukturen aus Ausgrenzung und Diskriminierung vor den Augen der Öffentlichkeit Terror und Mord wurden.

Ernst Otto Bräunche, geb. 1954, ist seit 1985 Leiter des Stadtarchivs, seit 1989 Leiter von Stadtarchiv & Historische Museen der Stadt Karlsruhe. Er ist u. a. Vorsitzender der Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag und stellvertretender Vorsitzender des Südwestdeutschen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Parteien und Wahlgeschichte sowie die südwestdeutsche Stadt und Landesgeschichte.

Für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.

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Wichtige Infos
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