Zusätzliche Kinderkrankentage für Familien

Foto: FatCamera/E+/Getty Images

Auf Grund der weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen, wurde der Betrieb von Kitas und Schulen bis mindestens 31. Januar eingeschränkt. Eltern stehen somit vor der Herausforderung Kinderbetreuung, Homeschooling und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Auch wenn viele Eltern zurzeit im Homeoffice arbeiten, so lässt sich dies teilweise nur schwierig bis gar nicht mit Kinderbetreuung und Homeschooling vereinbaren. Grundsätzlich besteht natürlich jederzeit die Möglichkeit bezahlten Erholungsurlaub in Anspruch zu nehmen, um die Kinder angemessen zu betreuen, jedoch ist dieser in der Regel bereits anderweitig verplant. Als Alternative kommt im Zweifel daher nur eine unbezahlte Freistellung in Frage.

Die Bundesregierung hat daher beschlossen, die Kinderkrankentage in diesem Jahr zu verdoppeln und für erwerbstätige Eltern bei geschlossenen oder eingeschränktem Zugang zu Kitas und Schulen auszuweiten. Das bedeutet, dass Eltern als Ersatz für durch Kinderbetreuung entstandenen Verdienstausfall Kinderkrankengeld auch dann erhalten, wenn ihr Kind gesund ist, aber zu Hause betreut werden muss. Alle Fragen und Antworten zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie in aller Kürze in diesem Infoblatt. Die Regelung tritt rückwirkend ab dem 5. Januar 2021 in Kraft. Wenn Sie einen Anspruch auf Kinderkrankengeld rückwirkend geltend machen, wird bereits in Anspruch genommener Erholungsurlaub für diese Tage ausnahmsweise wieder Ihrem Urlaubskonto gutgeschrieben.

Wer Kinderkrankengeld nutzen will geht bitte wie folgt vor: Senden Sie einen Antrag auf unbezahlte Freistellung bitte formlos per Mail an dez3.1. Bitte nennen Sie dabei die gewünschten Tage der Freistellung sowie den Namen Ihres betreuten Kindes und fügen der Mail einen Scan oder ein gut erkennbares Foto der Bescheinigung der Kita oder Schule über die eingeschränkte Betreuung oder Schließung der Einrichtung bei. Den Antrag auf Auszahlung des Kinderkrankengelds stellen Sie bitte direkt bei Ihrer Krankenkasse.

Die Regelung gilt nur für Eltern und Kinder, die gesetzlich versichert sind. Für privatversicherte Eltern und Kinder gibt es dagegen andere Möglichkeiten zur Entschädigung bei einem Verdienstausfall. Auch für Beamtinnen und Beamte gilt die Regelung nicht. Diese Beschäftigten können sich mit Ihrem Anliegen an den Familienservice, an Stefan Hein, Dez. 3.1 (Tarifbeschäftigte) oder Marcel Baldauf, Dez. 3.2 (Beamtinnen und Beamte) wenden. Gemeinsam werden wir dann versuchen eine individuelle Lösung für Sie zu finden. Bei Änderungen für diese Beschäftigtengruppen werden wir Sie informieren.

19. Januar 2021 | von Dez.3.1 | Rubrik: Dienstliches

Kommentare (2)

26.01.2021 10:09
Niels Seidel
Es wäre hilfreich, wenn hier auch die Beitragsbemessungsgrenze für die Kinderkrankheitstage erwähnt werden würde:

"Der Tagessatz orientiert sich an den Entschädigungen nach Infektionsschutzgesetz und beträgt pauschal 92 Euro. Anträge können ab Februar 2021 bei den Bezirksregierungen gestellt werden." (Information für Eltern, 21.01.2021, Ministerium für KFFI des Landes NRW)

Die Inanspruchnahme von Kinderkrankheitstagen ist somit für viele Beschäftigte mit finanziellen Nachteilen verbunden. Andere Universitäten in NRW gleichen diese Differenz übrigens aus.

Herzliche Grüße

Niels Seidel
27.01.2021 15:00
Stefan Hein
Guten Tag Herr Seidel,

vielen Dank für Ihre Anmerkung. Ihr Hinweis bezieht sich jedoch nicht auf gesetzlich Versicherte, sondern auf die Regelungen für Beamtinnen und Beamte. Die Regelung für Beamtinnen und Beamte wird über eine Änderung der Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW umgesetzt.

Gesetzlich versicherte Tarifbeschäftigte müssen den Antrag auf Kinderkrankengeld bei ihrer Krankenkasse stellen.

Viele Grüße
Stefan Hein

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