Dialog über Digitalisierung und Bildung

Als Mitglied in der „European Learning Industry Group“ (ELIG) war auch die FernUniversität Gastgeberin der diesjährigen internationalen Tagung in Berlin. Im Fokus stand das Thema E-Learning.


Austausch mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft

Ein Mann steht am Redepult: Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer begrüßte das Plenum im Regionalzentrum Berlin der FernUniversität.
Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer begrüßte das Plenum im Regionalzentrum Berlin der FernUniversität.

„The Digital Turn – New Competences Made in Europe. Learning and Education for a Smart Europe” war das Thema, über das sich zwei Tage lang hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft austauschten. Die Konferenz fand in Kooperation mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, dem Hochschulforum Digitalisierung und der FernUniversität in Berlin statt. Für einen Tag war die FernUniversität mit ihrem Regionalzentrum im SpreePalais Gastgeberin der Tagung. Die European Learning Industry Goup (ELIG) ist ein Zusammenschluss namhafter Verlage, Hochschulen und Technologieunternehmen mit dem gemeinsamen Ziel, das Lernen in Europa zu verändern.

Die Eröffnungsreden hielten der Präsident des Ausschusses der Regionen der EU, Markku Markkula, und Deutschlands Internetbotschafterin, Prof. Gesche Joost. In den anschließenden Vorträgen und Workshops wurde diskutiert, wie die Entwicklung von digitalen Kompetenzen in allen Bereichen der europäischen Bildungssysteme gestärkt werden kann. Unter anderem wurden Trends und Best-Practice Beispiele aus dem Bereich der digitalen Bildung vorgestellt.

Eine Gruppe von Menschen steht in einem Foyer
Die Teilnehmenden nutzten die Konferenzpausen, um sich auszutauschen.
Die Konferenz wurde von Anna Lehmann grafisch dokumentiert.

Dialog suchen

„Bildung – insbesondere auf Hochschulniveau – wird zukünftig für Industrienationen eine noch größere Rolle spielen, um konkurrenzfähig zu bleiben und gesellschaftliche Standards zu halten“, fasste Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer in seiner Begrüßungsrede als Rektor der FernUniversität in Hagen zusammen. „Gerade angesichts des sich exponentiell entwickelnden technologischen Fortschritts ist der Dialog, für den ELIG eine Plattform bietet, dringend erforderlich.“

Rektor Hoyer sieht die Hochschulen in der Pflicht, die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zum Gegenstand von Lehre und Forschung zu machen. Erforderlich seien stärkere interdisziplinäre Forschung und, daraus resultierend, neue interdisziplinäre Studiengänge. „Industrie 4.0 und Smart Cities beschleunigen den Bedarf an entsprechendem Wissen und an kontinuierlichen lebenslangen Lernprozessen.“ Dazu seien auch strukturelle Anpassungen an den staatlichen Hochschulen notwendig.

Die FernUniversität verfüge über viel Expertise hinsichtlich der IT-getriebenen Herausforderungen im Bildungsbereich – sowohl durch die kontinuierliche Weiterentwicklung ihres Studiensystems als auch aufgrund ihrer Forschungen zu bildungstechnologischen und mediendidaktischen Themen. Mit diesem Erfahrungshintergrund bringt sich die FernUniversität national und international in aktuelle Diskussionen ein.

Aus der Sicht der Teilnehmenden bestätigt Marcus Deimann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehrgebiet Mediendidaktik an der FernUniversität in Hagen: „Bildungskompetenz ist ein grundlegendes Thema und Digitalisierung unterstützt an dieser Stelle. Ich halte es für wichtig, den Dialog mit Akteurinnen und Akteuren außerhalb der Universität zu suchen und Angebote zum Dialog anzunehmen.“

Themenwoche „The Digital Turn“

Die ELIG-Tagung war eingebettet in die Themenwoche „The Digital Turn – Hochschulen im Transformationsprozess“, die das Hochschulforum Digitalisierung organisiert hat. Die über 70 Expertinnen und Experten des Hochschulforums Digitalisierung stellen nach den ersten eineinhalb Jahren Arbeit ihre Ergebnisse aus den sechs Themengruppen vor. Die Sitzung der Themengruppe m „Curriculum Design & Qualitätsentwicklung“, der FernUni-Rektor Hoyer als Themenpate vorsteht, fand ebenfalls im Regionalzentrum Berlin statt. Sie zog das Zwischenfazit, dass Innovationen in didaktischer, curricularer und organisatorisch-struktureller Hinsicht einen konkreten Mehrwert liefern sollten. Die Analysen und Empfehlungen sind Grundlage für einen Dialog über konkrete politische Maßnahmen in Bund und Ländern.

Die Konferenz ist im Internet dokumentiert: Vorträge und weitere Informationen

Anja Wetter | 09.10.2015