Zugriff auf Elsevier-Zeitschriften eingeschränkt

Die Bibliothek der FernUniversität hat Mittel und Wege gefunden, um ihren Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden die Türen zu dem benötigten Wissen zu öffnen.


Ein PC-Monitor steht in einer Bibliothek Foto: Veit Mette
Die Bibliothek der FernUniversität öffnet ihren Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern und Studierenden weiterhin die Türen zu dem benötigten Wissen.

Aufsätze der Jahrgänge 2017 und 2018 aus den Zeitschriften des Verlages Elsevier stehen zurzeit den Beschäftigten und den Studierenden vieler deutscher Hochschulen nicht zur Verfügung. Das betrifft auch die FernUniversität in Hagen. Die Hagener Universitätsbibliothek hat jedoch bereits Mittel und Wege gefunden, um ihren Beschäftigten – vor allem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – und ihren Studierenden die Türen zu dem benötigten Wissen zu öffnen.

Hintergrund der Einschränkung ist das Projekt DEAL. Unter diesem Namen laufen Verhandlungen der deutschen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen unter Federführung der Hochschulrektorenkonferenz mit den drei großen internationalen Wissenschaftsverlagen Elsevier, Springer und Wiley. Es geht zum einen um einen deutschlandweiten Zugang zu allen Zeitschriften dieser Verlage und zum andern um eine Weiterentwicklung des aktuellen Publikationsmodells in Richtung Open Access.

Während die Gespräche mit Springer bereits zu einem breiteren Zugang zu den Zeitschriften des Verlages für die FernUniversität geführt haben, sind die Verhandlungen mit Elsevier ins Stocken geraten.

Um den Forderungen der Hochschulseite Nachdruck zu verleihen, hatte die FernUniversität im Schulterschluss mit sehr vielen anderen Hochschulen in Deutschland auch ihre Abonnements bei Elsevier bereits Ende 2016 gekündigt. Der Verlag hatte gleichwohl noch die Zugänge weiter offen gehalten. Jetzt hat er diese aber deutschlandweit abgeschaltet, um seine Position in den Verhandlungen zu stärken.

Die FernUniversität wird zusammen mit den anderen deutschen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen weiterhin die Ziele von DEAL unterstützen und daher mit Elsevier keine separaten Verträge abschließen. Um am Ende gemeinsam Erfolg zu haben, ist ein geschlossenes Auftreten auf Seiten der Hochschulen jetzt äußerst wichtig.

In der Zwischenzeit können Angehörige der FernUniversität gesperrte Artikel aus den bisher abonnierten Zeitschriften direkt per Mail über die Fernleihe der Universitätsbibliothek anfordern: fernleihe.ub@fernuni-hagen.de. Die dabei anfallenden Kosten übernimmt die Bibliothek.

Der stellvertretende Direktor der Universitätsbibliothek, Prof. Dr. jur. Eric W. Steinhauer, empfiehlt, vor einer Bestellung die UB-Datenbanken zu nutzen: „Relevant sind hier neben den Ihnen bekannten Fachdatenbanken auch ‚Web of Science‘ oder ‚Scopus‚ die allerdings nur auf dem Campus in Hagen verfügbar ist. In den Datenbanken finden Sie vollständige bibliographische Angaben und oft auch Abstracts. Damit können Sie einschätzen, ob ein bestimmter Beitrag für Sie überhaupt einschlägig ist. Sie helfen uns damit auch, unnötige Fernleihstellungen zu vermeiden.“

Die Mail an die Fernleihe muss möglichst eindeutige bibliographische Angaben enthalten. Wer keinen Bibliotheksausweis besitzt und die Zeitschriften der Bibliothek bislang elektronisch über seine oder ihre FernUni-Kennung genutzt hat, muss auch Versandanschrift und Matrikelnummer nennen.

Die Artikel werden auf dem Campus über die Hauspost verschickt, ansonsten mit der normalen Post. Wer seine Bestellung direkt in der Bibliothek abholen möchte, sollte das in der Mail vermerken. Selbstverständlich können mehrere Beiträge mit einer einzigen Mail bestellt werden.

Gerd Dapprich | 27.07.2018