Energie, Umwelt, Nachhaltigkeit: FernUni-Forschungsperspektiven breit aufgestellt

Die FernUniversität bündelt die relevanten Aktivitäten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrem neuen interdisziplinären Forschungsschwerpunkt „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“. Die Spannweite reicht von betriebs- und volkswirtschaftlichen Ansätzen über politik-, sozial- und rechtswissenschaftliche Fragestellungen bis hin zur Informatik.


Auf grünen Hügeln steht eine lange Reihe von Windrädern unter einem blauen Himmel mit einer strahlenden Sonne. Foto: kylewolfe/RooM/Getty Images

Angesichts des Klimawandels stellen Energie- und Umweltsektor alle Gesellschaften vor substantielle Herausforderungen. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft müssen zukunftsorientierte und nachhaltige Lösungsmodelle für die damit verbundenen Probleme entwickeln. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fakultäten der FernUniversität in Hagen stellen sich den damit verbundenen Herausforderungen, die Universität bündelt ihre Aktivitäten jetzt in ihrem neuen interdisziplinären Forschungsschwerpunkt „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“. Die Spannweite der daran Beteiligten reicht von betriebs- und volkswirtschaftlichen Ansätzen über politik-, sozial- und rechtswissenschaftliche Fragestellungen bis hin zur Informatik. Sie können einzeln oder in fachübergreifenden Gruppen forschen.

Beforscht werden sollen politische, ökonomische, gesellschaftliche und technologische Dimensionen des Energie- und Umweltsektors sowie ihre gegenseitigen Abhängigkeiten. Ansätze und Auswirkungen der Energie- und Umweltpolitik werden analysiert. „Unser Ziel ist es, neben der Grundlagenforschung auf diesem Gebiet auch praxisnahe und prozessorientierte Lösungsmodelle für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu entwickeln“, sagt Prof. Dr. Andreas Kleine, Prorektor für Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung. Moderiert und koordiniert wird der Forschungsschwerpunkt von Prof. Dr. Alfred Endres. Der FernUni-Volkswirt hat bis zu seinem Ruhestand ab 1. August in seinem Lehrstuhl Umweltprobleme und Umweltpolitik aus dem ökonomischen Blickwinkel betrachtet.

Zwei interdisziplinäre Forschungsgruppen sind bereits tätig:

  • Bei „MaXFab“ (Management Energieflexibler Fabriken) geht es darum, den Wissensstand zur strategischen Planung und zum operativen Betrieb energieflexibler Fabriken zu erweitern. Die beteiligten Professoren aus Wirtschaftswissenschaft, Informatik und Psychologie wollen neue Methoden als Grundlage für die nächste Generation betrieblicher Planungssysteme schaffen und einen Beitrag für ein umweltfreundliches und wettbewerbsfähiges Wirtschaftssystem leisten.
  • „STREAM“ steht für Smart Traffic using Edge and Social Computing. Die Forschungsgruppe aus Wirtschaftswissenschaft und Informatik will ein neuartiges Routing-System für Verkehrsprognosen entwickeln. Auf der Grundlage künstlicher neuronaler Netzwerke liefert STREAM aktuelle und effiziente Routen- und Fahrzeit-Empfehlungen, um Staus und Schadstoffemissionen zu reduzieren.

Ringvorlesung „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“

Mit seiner Ringvorlesung „Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit“ stellt sich der neue gleichnamige Forschungsschwerpunkt der FernUniversität in Hagen der Öffentlichkeit vor. Die drei renommierten Vortragenden aus der Wissenschaft wollen mit dem Publikum nach ihren Referaten ins Gespräch kommen. Alle Interessierten sind willkommen, der Eintritt zu allen drei Veranstaltungsterminen ist frei.

Den Anfang macht am Mittwoch, 10. Oktober, 17.30 Uhr, Prof. Dr. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Sie spricht über „Die wirtschaftlichen Chancen einer klugen Energiewende“. Veranstaltungsort ist die FernUniversität, Gebäude 3 (Informatikzentrum), Universitätsstraße 11, 58097 Hagen, Raum Ellipse.

Am Mittwoch, 5.Dezember, referiert Prof. Dr. Michael Schreckenberg (Universität Duisburg-Essen) ab 18.00 Uhr über „Die Zukunft der Mobilität – wie wir uns bewegen werden“. Seinen Vortrag hält er in der FernUniversität, Gebäude 2 (Seminargebäude), Universitätsstraße 33, 58097 Hagen.

In seinem Vortrag „Mehr Bürgerbeteiligung = mehr Ökologie?“ präsentiert Prof. Dr. Jens Newig (Leuphana Universität Lüneburg) am Mittwoch, 16. Januar 2019, „Ergebnisse der Lüneburger Partizipations-Studie“. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr in der FernUniversität, Gebäude 3 (Informatikzentrum), Universitätsstr. 11, 58097 Hagen.

Gerd Dapprich | 25.09.2018