Das Campusfest rockte Hagen

7200 Besucherinnen und Besucher waren zum Campusfest der FernUniversität geströmt, um sich musikalisch auf eine Reise in die 1980er Jahre zu begeben.


Die FernUniversität in Hagen und die Neue Deutsche Welle: Die Kombination passte perfekt fürs Campusfest am Samstag auf dem Gelände der Hochschule, auf das die Besucherinnen und Besucher vor allem seit dem frühen Abend geströmt waren. Knapp über 7000 waren gekommen, um sich auf eine Zeitreise zu begeben: Zurück in die 1980er Jahre, als Hagen das Epizentrum der NDW war. Das Unifest war zugleich eine der Auftaktveranstaltungen und ein Highlight im NDW-Festival.

Ihre größten Erfolge

Was die Menschen in Scharen aus der Region anlockte, waren die Musikhelden von einst: „Extrabreit“, die zwar reif fürs Museum, aber noch frisch für den großen Auftritt auf der Open-Air-Bühne an der FernUni waren. Für die Zugabe flogen sie endlich zur Sonne, ließen die (Hoch-)Schule brennen und die „Alptraumstadt“ auferstehen. Sie rockten kurz und heftig die Wiese an der Universitätsstraße, bis zum furiosen Abschlussfeuerwerk. Das grenzte auf jeden Fall an ganz große Musik. Die „Rückkehr der phantastischen Fünf!“ eben.

Foto: Andreas Kaspers
„Extrabreit“ flog mit der Menge zur Sonne, ließ die Schule brennen und die „Alptraumstadt" auferstehen.

„Wir freuen uns, mit dem Campusfest grundsätzlich unsere Verankerung in der Stadt zeigen zu können und über den Anlass, das Phänomen NDW musikalisch und wissenschaftlich mit Hagen zu feiern“, sagte Prof. Ada Pellert, Rektorin der FernUni, zur offiziellen Eröffnung.

NDW wissenschaftlich

Für Wissenschaft war auf dem Weißen Platz des Campus‘ ein ruhiger Raum: Die Hagenerin Heike Wahnbaeck hat als Ehefrau des verstorbenen „Extrabreit“-Bassisten Hunter die heiße Zeit hautnah miterlebt und gemeinsam mit dem Team von FernUni-Wissenschaftler Prof. Dr. Frank Hillebrandt aufgearbeitet. Das Projekt, aus dem ein Buch hervorgegangen ist, mündete in einer Ausstellung im Osthaus-Museum. „Komm nach Hagen, werde Popstar, mach dein Glück! …sich trau’n, mal außer der Reihe die Zukunft zu bau‘n“ wurde am Freitag mit großem Besucherandrang eröffnet. Gemeinsam kamen Wahnbaeck und Hillebrandt beim Campusfest mit Interessierten über die NDW ins Gespräch.

Erinnerungen an Jugend

Auf der Bühne spielten ab dem späten Nachmittag Bands im NDW-Zeitgeist und wärmten das Publikum für die „Breiten“ in Hometown Hagen an: „Die Goldenen Reiter“ coverten Songs im eigenen Stil und spätestens mit der „80er Jahre All-Star-Band“ war Mitsingen garantiert.

„Das ist Musik, die einfach immer noch großartig ist und weckt bei vielen Erinnerungen an die eigene Jugend“, fasste Besucherin Ira zusammen. FernUni-Absolventin Louise Hoffmann war extra aus Stuttgart zum Campusfest gereist: „Ich bin selbst zu jung für Extrabreit, aber das ist die Lieblingsband meiner Mutter gewesen. Ich habe die Stücke als Kind immer schon gehört.

Foto: Andreas Kaspers
Die „80er All Star Band“ wärmte das Publikum für den Gig des Abends an.

Meet & Greet mit Extrabreit

Hautnah erlebte FernUni-Mitarbeiter Stefan Hein aus dem Dezernat 3 die Extrabreit-Musiker um Frontmann Kai Havaii. Der Personaler hatte bei der Verlosung im FernUni-Blog das Meet & Greet mit Extrabreit gewonnen und damit Thorsten Ehrl, einen guten Freund der Familie, zum 50. Geburtstag überrascht. Auf ein Bier mit den Breiten und dabei über alte Zeiten quatschen, dazu gab’s im Backstage-Bereich Gelegenheit: „Das ist heute Abend für mich die Amarena-Kirsche eines gelungenen Abends“, freute sich der Beschenkte aus Dortmund, Extrabreit-Fan und gebürtiger Hagener.

UB und Homecoming

Ganz auf NDW hatte sich auch die Unibibliothek eingestellt und bereits ab nachmittags mit einem Bücherflohmarkt und einem NDW-Quiz gelockt. Groß war auch das Interesse an Führungen, an den Infoständen und dem Kinderprogramm.

Zu den Gästen auf dem Campus zählten auch Absolventinnen und Absolventen, für die die FernUniversität beim „Homecoming“ ein Programm aus Information, Kultur und Unterhaltung zusammengestellt hatte.

Anja Wetter | 03.09.2018