„Forschungsatelier“ für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Die Deutsch-französische Hochschule übernahm die Unterstützung eines „Forschungsateliers“ im Rahmen des X. Kongresses der Internationalen Fichte-Gesellschaft in Aix-en-Provence.


Die Deutsch-französische Hochschule in Saarbrücken – eine binationale Institution zur Förderung deutsch-französischer Studiengänge und des akademischen Austauschs zwischen Deutschland und Frankreich – hat die Unterstützung eines „Forschungsateliers“ für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Rahmen des X. Kongresses der Internationalen Johann Gottlieb Fichte-Gesellschaft in Aix-en-Provence übernommen. Für das „Atelier“ zeichneten für die FernUniversität in Hagen Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann (Lehrgebiet Praktische Philosophie I) und für die Universität Aix-Marseille Prof. Dr. Max Marcuzzi verantwortlich.

Die Idee des „Forschungsateliers“ besteht darin, besonders qualifiziertem Wissenschaftsnachwuchs an deutschen oder französischen Universitäten die Teilnahme an internationalen Fachkongressen zu ermöglichen und dabei möglichst gezielte Kontakte mit Fachleuten aus aller Welt herzustellen. Zugleich erhalten die „Atelieristen“ die Möglichkeit, einen eigenen Vortrag zu halten und sich nach geeigneten Kooperationspartnerinnen und -partnern für die eigenen Projekte umzusehen.

Für den Internationalen Fichte-Kongress hatte die Deutsch-französische Hochschule insgesamt 18 Atelierplätze zur Verfügung gestellt, von denen die Partneruniversitäten jeweils neun besetzen konnten. „Es war glücklicherweise nicht schwer, geeignete Personen zu finden, die in Deutschland zu Fichte arbeiten – zwei davon übrigens gleich an der FernUniversität“, resümiert Prof. Hoffmann, der auf dem Kongress auch zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden der Internationalen Johann Gottlieb-Fichte-Gesellschaft gewählt wurde. „Für mich waren die zahlreichen Rückmeldungen und Anregungen sehr wichtig, die ich auf meinen Vortrag erhalten habe“, berichtet Bryan-Joseph Planhof, der eine Hagener Dissertation zur Ökonomie im Denken des Deutschen Idealismus vorbereitet. „Und ich freue mich über die zahlreichen neuen Kontakte, die ich knüpfen konnte. Meiner Arbeit wird beides gut bekommen!“

Sieben Personen, davon zwei Frauen, stehen nebeneinander vor einer Mauer. Foto: Paolo Vodret
Prof. Thomas Sören Hoffmann (li.) und Bryan-Joseph Planhof (re.) mit weiteren teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
Gerd Dapprich | 22.10.2018