Gemeinsam lernen auf dem FernUni-Campus

Jetzt können die Klausuren kommen: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nutzten den „Langen Lernabend“ in der Universitätsbibliothek, um sich auf das Abitur vorzubereiten.


Zwei Mädchen lächelnd mit Lernmaterialien Foto: FernUniversität
Mira Penschuck (li.) und Linda Nitschke lernten im Tandem für ihre Abi-Klausuren im Fach Deutsch.

„Zuhause lasse ich mich leicht ablenken“, sagt Linda Nitschke. „Hier habe ich mehr Ruhe zum Lernen.“ Die Schülerin sitzt gemeinsam mit ihrer Freundin Mira Penschuck in der Bibliothek der FernUniversität in Hagen. Gemeinsam pauken sie für die anstehende Abitur-Prüfung im Fach Deutsch.

Die Mädchen nutzten ein Angebot, zu dem die Universitätsbibliothek (UB) in Kooperation mit der Stadtbücherei Hagen eingeladen hatte: den „Lange Lernabend“. Die beiden Abiturientinnen konnten hier nicht nur zusammen mit anderen Schülerinnen, Schülern und Studierenden büffeln, sondern sich zwischendurch bei leckeren Snacks und kleinen Impulsvorträgen entspannen. Auch aus Sicht von Mira Penschuck eine gute Lernumgebung: „Ich wollte mal etwas Abwechslung vom normalen Lernalltag. Außerdem lerne ich gerne in Gruppen.“

Die Universitätsbibliothek arbeitet über den Inforaum Hagen eng mit der Stadtbücherei zusammen. Diese lud bereits im vergangenen Jahr zu den „Langen Lernnächten“ ein. Der Andrang war groß, das Angebot kam gut bei den Jugendlichen an. In diesem Jahr öffnete deshalb auch die UB auf dem Campus ihre Türen für junge Lernende – am 24. April, einem Tag, an dem die Stadtbücherei geschlossen hat. In den Werktagen nach Ostern stehen den Abiturientinnen und Abiturienten somit durchweg ideale Orte zum Lernen zur Verfügung.

Mehrere Menschen absolvieren gemeinsam Tai-Chi-Übungen Foto: FernUniversität
Tai-Chi-Lehrerin Ingeborg Flieder lockerte die Lernveranstaltung mit einigen Entspannungsübungen auf.

Den Campus kennenlernen

Von FernUni-Seite organisierte Claudia Schneider, Dezernentin für Benutzung in der Bibliothek, federführend die Veranstaltung. Ihr Mitarbeiter Felix Stenert äußert sich zufrieden: „Das Angebot wurde sehr gut angenommen. Vielen Dank an alle FernUni-Beschäftigten, die uns unterstützt haben!“

Einige der Gäste blickten sogar bereits über die Abitur-Prüfungen hinaus in die Zukunft. „Es gab auch schon Beratungsgespräche zum Fernstudium an einem Stand des Regionalzentrums Hagen“, so Stenert. „Viele Schülerinnen und Schüler aus Hagen, die die FernUni bislang noch nicht kennengelernt hatten, haben den Weg auf den Campus gefunden.“

„Brain Snacks“ und Tai-Chi

Kein Wunder angesichts des vielfältigen Programms, das das Bibliotheks-Team auf die Beine gestellt hatte: Mehrere Kurzvorträge lieferten gut portionierte „Brain Snacks“ für die Lernenden. Darin ging es unter anderem um geeignete Lernmethoden, Motivationstechniken oder die Vermeidung von Ablenkung. Die Schülerhilfe Kierspe unterstützte die Jugendlichen beim Lernen. Darüber hinaus zeigte Ingeborg Flieder, die in Hagen eine Tai-Chi Schule leitet, den Gästen einige Entspannungsübungen. Ausreichend Treibstoff fürs Gehirn gab es ebenfalls in Form von Getränken, Brezeln, Nüssen und anderen Snacks.

Testlauf für künftige Angebote

Nicht zuletzt war der „Lange Lernabend“ ein Test für kommende vergleichbare Veranstaltungen. So lädt die Universitätsbibliothek alle Fernstudierenden im Frühjahr 2020 zur „Langen Nacht des Schreibens“ auf den Campus ein. Auch hier soll ein abwechslungsreiches Programm den perfekten Rahmen bieten, um sich gemeinsam Wissen anzueignen.

Benedikt Reuse | 26.04.2019