Wissensvorsprung für NRW: Wissenschaftsministerin besucht die FernUniversität

Die beiden Frauen stehen auf dem Campus der FernUniversität. Foto: FernUniversität
Die Rektorin der FernUniversität Ada Pellert (li.) zeigte NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen den Hagener Universitäts-Campus.

Mit rund 76.000 Studierenden ist die FernUniversität in Hagen Deutschlands größte Universität und zugleich seit mehr als 40 Jahren eine Pionierin in der Entwicklung der orts- und zeitunabhängigen Lehre. Damit erreicht sie eine Studierendenschaft, die so vielfältig ist wie an keiner anderen Hochschule. Innovative Studienmodelle und medienbasierte Lehr- und Lernkonzepten öffnen Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen individuelle Wege in die Hochschulbildung. „Die FernUniversität in Hagen hat auf den Gebieten der digital gestützen Lehre und des lebenslangen Lernens einen Wissensvorsprung. Deshalb ist es wichtig, dass sie sich hier besonders engagiert. Davon kann die gesamte nordrhein-westfälische Hochschullandschaft profitieren“, sagte NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen bei ihrem Antrittsbesuch an der FernUniversität. „Meine Hoffnungen ruhen dabei auch auf dem Verbund Digitale Hochschule NRW, der die vielfältigen Initiativen auf diesem Gebiet bündeln kann.“

Die Rektorin der FernUniversität, Prof. Dr. Ada Pellert, die auch Vorstandsvorsitzende der Digitalen Hochschule NRW ist, sicherte der Ministerin ihre Unterstützung zu. „Wir sind uns unserer besonderen Verantwortung bewusst und wollen diese gerne erfüllen.“ Mit Bezug auf den Koalitionsvertrag der NRW-Landesregierung erklärte Pellert: „Die NRW-Landesregierung möchte die FernUniversität in Hagen mit einer internationalen Perspektive weiter ausbauen und dabei vor allem die Forschung stärken. Diesen Auftrag übernehmen wir gerne“, so die Rektorin. „Um unsere Forschungsaktivitäten steigern, neue Studienstrukturen schaffen und unser Lehrangebot ausbauen zu können, brauchen wir aber dringend mehr Stellen für Professorinnen, Professoren und wissenschaftlich Beschäftigte – gerade weil bei uns der hohen Zahl von 76.000 Studierenden eine vergleichsweise geringe Zahl an Lehrenden gegenübersteht.“ Die Ministerin sagte zu, sich in den nächsten Monaten dafür einzusetzen, dass die konkrete Umsetzung der strategischen Ausbauziele der FernUniversität gelingt.

Entwicklungsperspektiven der FernUniversität

In dem interdisziplinären Forschungsschwerpunkt „Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen – Konsequenzen für die Hochschulbildung“ entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FernUniversität Antworten auf die drängenden Fragen, mit denen sich Hochschulen angesichts des gesellschaftlichen und technologischen Wandels heute beschäftigten. Die FernUniversität arbeitet auch an einer Weiterentwicklung der Studienstrukturen mit dem Ziel, fließende Übergänge zwischen den grundständigen Bachelor-/Master-Studiengängen und modularen Weiterbildungsangeboten zu schaffen. Um möglichst viele Menschen zu ihren individuellen Bildungszielen zu führen, sollen eine eigenständige Studieneingangsphase eingerichtet und den Studierenden mediendidaktisch geschulte Lernbegleiter an die Seite gestellt werden.

Gemeinsam mit den Prorektoren Prof. Dr. Theo J. Bastiaens, Prof. Dr. Andreas Kleine und Prof. Dr. Sebastian Kubis sowie Kanzlerin Regina Zdebel stellte die Rektorin der NRW-Wissenschaftsministerin aktuelle Aktivitäten und Planungen der FernUniversität vor. Bei einem abschließenden Spaziergang machte sich Pfeiffer-Poensgen selbst ein Bild vom Hochschulleben auf dem Campus der einzigen staatlichen Fernuniversität in Deutschland.

Stephan Düppe | 26.02.2018