Schnell und sicher über den Campus

Blaue Stelen und Schilder mit weißer Schrift im zentralen Campusbereich Foto: Veit Mette
Elemente des neuen Leitsystems im zentralen Campus-Bereich der FernUniversität

Den Weg zur FernUniversität in Hagen: Aktuell rund 75.800 Studierende haben ihn schon gefunden und steuern auf ihren persönlichen Bildungserfolg zu. Ein neues Leitsystem garantiert nun, dass sie auch bei tatsächlichen Besuchen auf dem Hagener Campus immer schnell zum Ziel kommen. Insgesamt strukturieren 60 neue Leitelemente wie Stelen oder Schilder das Außenareal der Hochschule. Grundgedanke des Konzepts: Campusgäste sollen vom Beginn bis zum Ende ihres Besuchs intuitiv geführt werden – angefangen bei der Parkplatzsuche über die Fußwege bis hin zum Zielpunkt. Schon von weitem markieren große, farbige Banner die Einfahrt zur Universitätsstraße. Weitere Flaggenmasten schmücken den breiten Treppenaufgang zum Gelände. Von da an übernehmen die zahlreichen Einzelelemente die Führung – einheitlich gestaltet im charakteristischen FernUni-Blau.

Andreas Gocz arbeitet in der Hochschulverwaltung und hat Planung und Umsetzung des Leitsystems begleitet. „Lieferwege und Parkmöglichkeiten sind jetzt besser ausgewiesen, Behinderten- und Frauenparkplätzen einfacher zu finden“, erklärt er. „An den sieben Positionen, wo Fußwege beginnen, geben Stelen mit Campusplänen einen ersten Überblick. Danach leiten Richtungswegweiser zu den Gebäuden weiter, deren wichtigste Eingänge deutlich gekennzeichnet sind.“ Große Schilder an den Fassaden zeigen die neuen Gebäudenummern. An ihnen orientiert sich auch die Bezifferung der Parkplätze. So wissen Gäste stets, welcher der nahegelegenste Stellplatz ist.

Foto: Veit Mette
Bei Dunkelheit strahlen energiesparende LED-Lampen die Stelen an.

Auch auf den Fluren werden Besucherinnen und Besucher zielsicher geführt: 723 Elemente lotsen durch das Innere der Hochschule. „In den Eingangsbereichen gibt es jetzt große Übersichtspläne“, erläutert Gocz. „Außerdem werden die einzelnen Bauteile und Funktionsräume klar ausgewiesen.“ Seminarräume und Besprechungsräume, aber genauso Teeküchen, WCs oder Kopierräume tragen nun um die Türrahmen herum blaue Markierungen.

Ein Highlight im Wortsinn ist das neue Beleuchtungskonzept: Sogenannte „Wallwasher“ strahlen die Fassaden der FernUni an. „Insgesamt ist der ganze Campus viel heller“, erklärt Gocz. Das macht das Gelände bei Dunkelheit nicht nur schöner, sondern auch sicherer. Trotzdem wird Strom gespart: Alle Laternen auf dem Gelände leuchten mit energieeffizienten LEDs.

Ein Campus-Plan mit erhabenem Profl zum Tasten Foto: Veit Mette
Die Campuspläne haben eine plastische Oberfläche, die von Menschen mit Sehbehinderung abgetastet werden kann.

Barrierefrei und fair

Auch Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung profitieren: Jede Begrüßungsstele trägt Kennzeichnungen in Blindenschrift und hat auch sonst ein erhabenes Profil. Auf diese Weise kann der Campusplan visuell wie haptisch erschlossen werden. Dem gleichen Prinzip folgt ein dreidimensionales Modell im Maßstab 1:500, das voraussichtlich im Frühjahr 2018 auf dem Zentralbereich des Campus errichtet wird und dem Konzept einen letzten Schliff verleiht. Wie die übrigen Elemente ist auch das Modell in seiner Höhe für Personen im Rollstuhl angepasst. Die Darstellungen aller Teile des Leitsystems weisen zudem einen klaren, gut erkennbaren Farbkontrast auf. Auch an eine akustische Unterstützung wurde gedacht: Bei Bedarf gibt es telefonische Hilfe aus dem Service-Center der FernUniversität, dessen Nummer an mehreren Stellen in Brailleschrift vermerkt ist.

Auch in Sachen Gleichstellung ist das Leitsystem auf der Höhe der Zeit. „Am Wickeltisch wechselt eine männliche Figur die Windeln des Babys, während im Hörsaal eine Frauenfigur doziert“, weist Andreas Gocz auf die eigens für die FernUni entworfenen Raumsymbole hin. Generell entspricht alles dem offiziellen Corporate Design der Hochschule – von den Formen der Schilder über die Schriftzüge und Farben bis hin zu den Rundungen der ikonischen Männchen. Auf die einzigartige und zugleich nutzerfreundliche Gestaltung ist Andreas Gocz besonders stolz: „So individuell die FernUni ist, so maßgeschneidert sollte auch ihr Leitsystem sein.“

Benedikt Reuse | 27.02.2018