Ostasien-Forschung im Aufwind

Foto: FernUniversität
Prof. Helmut Wagner (r.) hieß Prof. Rongrong Sun (l.) aus China an der FernUni willkommen.

Shanghai, Kaifeng, Xiamen und Seoul: Das Team um Prof. Dr. Helmut Wagner, Leiter des Lehrstuhls für Makroökonomik und Präsident des Center for East Asia Macroeconomic Studies (CEAMeS), ist in den vergangenen Monaten häufig nach China und Südkorea gereist. „Wir haben viel publiziert und werden aufgrund der Qualität unserer Paper häufiger zu Konferenzen eingeladen“, bilanziert Prof. Helmut Wagner.

Durch das neue Forschungszentrum an der FernUniversität in Hagen erhält die Forschung zur ostasiatischen Volkswirtschaft zusätzlichen Aufwind. Kontakte und der Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Ostasien werden intensiviert. So war jetzt Professorin Rongrong Sun von der Henan University in der Volksrepublik China auf dem Campus der FernUniversität zu Gast. Ihre Forschungsarbeiten wurden zuletzt in einer Reihe von wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert. In Hagen tauschte sie sich mit den Lehrstühlen von Prof. Wagner und Prof. Dr. Hans-Jörg Schmerer (Lehrstuhl für Internationale Ökonomie) zu Fragen der Makroökonomik, der Chinesischen Geldpolitik und der Chinesischen Volkswirtschaft aus.

3. Internationaler Workshop

Beide Lehrstühle hatten vor eineinhalb Jahren gemeinsam das Forschungszentrum für volkswirtschaftliche Studien zu Ostasien gegründet. Angelaufen sind inzwischen bereits die Vorbereitungen für den dritten internationalen Workshop, der im Frühjahr 2019 entweder in Hagen oder Berlin stattfinden wird. „Unser Forschungszentrum entwickelt sich langsam, aber stetig. Es geht Schritt für Schritt voran“, bilanziert Wagner nach knapp zwei Jahren Aufbauarbeit.

Im September wird mit der Hochschulleitung über die Weiterführung des Zentrums als In-Institut beraten. Ausgebaut werden soll in Zukunft die Zusammenarbeit mit der Abteilung japanisches Rechts des Instituts für internationale Rechtsbeziehungen. „Wir heißen ja Ostasien-Institut und strecken daher unsere Fühler auch nach Japan und Korea aus“, erläutert Wagner. „China steht natürlich im Zentrum und versucht, von diesen beiden Ländern zu lernen. Dabei können sich Konflikte und neue Wege der Zusammenarbeit entwickeln.“ Auch dazu wird künftig an der FernUniversität geforscht.

Carolin Annemüller | 30.08.2018