Dies Academicus: Premiere für den Enervie-Preis

Gruppe von fünf Personen steht nebeneinander auf der Bühne Foto: FernUniversität
Preisträger Daniel Geisler (r.) erhielt den Enervie-Preis für seine Masterarbeit. Es gratulieren Betreuer Prof. Jörg Keller, Enervie-Vorstandssprecher Erik Höhne, Rektorin Prof. Ada Pellert und Prof. Andreas Kleine.

Alle guten Dinge sind drei. Auf dem Weg zum Master of Science in Wirtschaftsinformatik hat Daniel Geisler (28) aus Neustadt schon eine mündlichen Prüfung und ein Seminar auf dem Campus der FernUniversität in Hagen absolviert. Zum Dies Academicus reiste er nun mit seiner Familie an, um eine Premiere mitzuerleben.

Zum ersten Mal wurden in diesem Jahr Preise der Enervie – Südwestfalen Energie und Wasser AG für herausragende Abschlussarbeiten an der FernUniversität aus dem Themenfeld der Energiewirtschaft verliehen. Daniel Geisler erhielt 1000 Euro für seine Masterarbeit über verdeckte Kanäle als grüne IT-Technik. Dr. Nils Moser (35, Hamburg) freute sich über 500 Euro für seine Bachelorarbeit zur „Optimierung Hybrider Energiesysteme“. „Der Enervie-Preis trägt dazu bei, Ideen von Studierenden näher an die Industrie und Wirtschaft heranzubringen“, betonte Vorstandssprecher Erik Höhne bei der Preisvergabe.

Neuer Forschungsschwerpunkt

Auch FernUni-Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert freut sich über diese neue Kooperation. Denn Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit rücken an der FernUniversität in Forschung und Lehre verstärkt in den Fokus. In ihrem neuen Forschungsschwerpunkt bündelt die Hagener Hochschule ihre Forschungsaktivitäten in diesen drei Themenfeldern. Damit zielt sie ab auf einen Brückenschlag zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

Portrait eines Mannes Foto: Picture People
Dr. Nils Moser trat am Tag des Dies Academicus eine neue Arbeitsstelle in Hamburg an und konnte daher seinen Preis nicht persönlich entgegen nehmen.

Daniel Geisler und Dr. Nils Moser sind beste Beispiele für den Transfer zwischen Forschung und Praxis. Unternehmensberater Dr. Nils Moser beschäftigte sich in seiner preisgekrönten Bachelorarbeit bei Prof. Dr. Andreas Kleine (Lehrstuhl für Quantitative Methoden und Wirtschaftsmathematik) mit der Kopplung von Solarflächen, Netzanschlüssen und Batterien und deren betriebswirtschaftlicher Optimierung. „Das Thema beschäftigt mich in der Energieberatung weiter“, so Moser. Sein Fernstudium absolvierte er parallel zur beruflichen Karriere und zur Promotion in der Energietechnik. „Ich bin für den Beruf mehrmals umgezogen. Die FernUni hat mich immer begleitet und sich meinen Bedürfnissen perfekt angepasst“, blickt er zurück.

Fortsetzung erwünscht

Auch Daniel Geisler wollte nicht raus aus seinem Job bei einem IT-Dienstleister für regionale Energieversorger. „Die Lösung, an der FernUniversität zu studieren, war daher charmant. Das hat gut funktioniert“, so der Preisträger. In seiner von Prof. Dr. Jörg Keller (Lehrgebiet Parallelität und VLSI) betreuten Masterarbeit ging es um die Frage, wie verdeckte IT-Kanäle genutzt werden können, um den Energieverbrauch eines gesamten Computersystems zu senken.

Zwei Themen, die auch mit Blick in die Zukunft der Energiewirtschaft spannend bleiben. Die Premiere ist damit geglückt und macht Lust auf mehr. Auch im kommenden Jahr soll der Enervie-Preis wieder beim Dies Academicus der FernUniversität verliehen werden.

Carolin Annemüller | 05.12.2018