Vierspurig zum Abschluss an der FernUniversität

Wie bekommt man mehrere Stränge im Leben vernünftig „unter einen Hut“? An der FernUniversität in Hagen schienen die Chancen dafür gut zu stehen – nach drei Jahren Fernstudium zieht Dominik Jan Sauer Bilanz: „Die Fernuni erfüllt alle Voraussetzungen, dass die Angebote, die Universitäten oftmals lediglich am Campus bieten, von überall aus wahrgenommen werden können.“ Er muss es wissen: neben Referendariat, Promotion, Nebenjob noch ein Fernstudium...

Inzwischen hat Sauer seine Promotion abgeschlossen, ist Volljurist, arbeitet als Rechtsanwalt in einer eigenen Kanzlei in Dinslaken und hat seinen Master in Rechtswissenschaft absolviert. „Da für mich bereits von Anfang an feststand als Rechtsanwalt tätig zu sein, wollte ich unbedingt die weitestgehend möglichen akademischen Qualifikationen vorweisen“, blickt er zurück. So schrieb er sich 2014 an der FernUni ein, ein „starrer Studiengang“ kam für ihn nicht in Betracht.

Vorreiterrolle in Flexibilität

Er lernte die FernUniversität für ihre räumliche, zeitliche und inhaltliche Flexibilität zu schätzen, wie er in seiner Rede auf der sehr stimmungsvollen Alumnifeier des Regionalzentrums Neuss im Romaneum betonte. „Die Fernuni bot mir die Möglichkeit, mich mit juristisch komplexeren Themen – abseits des universitären Pflichtstoffes – zu befassen. Dass solche Rahmenbedingungen in einem juristischen Studium bestehen, ist nicht üblich und die Fernuni nimmt damit eine Vorreiterrolle wahr.“

Zwei Männer stehen nebeneinander in einem Saal. Foto: Thomas Rosenthal
FernUni-Absolvent Dominik Jan Sauer (li.) bekam den Förderpreis der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser durch Geschäftsführer Stephan Lommetz überreicht.

Im Neusser Romaneum gratulierte Sauer und allen weiteren Absolventinnen und Absolventen Prof. Dr. Uwe Elsholz, Prorektor der FernUniversität. Im Anschluss daran bekam der Jurist Sauer noch den Förderpreis der Stadtwerke Neuss Energie und Wasser für seine herausragende Abschlussarbeit. Die Laudatio hielt Geschäftsführer Stephan Lommetz.

„Es ist ein wichtiges Zeichen, dass kommunale Unternehmen wissenschaftliche Arbeiten fördern und mittels der Preise die Leistung wertschätzen. Das gilt insbesondere für das Energierecht. Hier stellt der Gesetzgeber häufig durch Gesetzesnovellen Nebelkerzen auf. Neuerungen werden überhastet verabschiedet mit teils unsauber ausformulierten Normtexten“, freute sich Sauer über die Auszeichnung. „Es ist die Aufgabe der Wissenschaft und der Forschung, diese hierdurch entstehenden rechtlichen Dunkelfelder zu beleuchten.“

Anja Wetter | 25.09.2019