Wiedersehen beim Homecoming

Für die Ehemaligen aus Berlin ist das Campusfest inzwischen ein fester Termin im Kalender: Sie reisen eigens aus der Hauptstadt an. Kristian Engler war jetzt das erste Mal dabei. „Bevor ich den Master nicht habe, fahre ich nicht nach Hagen“, lautete bislang sein Credo. Der gelernte Bankkaufmann kam im Wintersemester 2012/13 als beruflich Qualifizierter an die FernUni, schrieb sich für den Bachelor Wirtschaftswissenschaft ein und hält seit März 2019 den Mastertitel in den Händen.

Hanna Hagemann, Marc Hartung und Claudia Nürnberg aus Berlin sind bereits bekannte Gesichter unter den Absolventinnen und Absolventen beim Homecoming, die aus einigen Ecken Deutschlands gekommen sind. Sie erlebten ein rundes Programm mit Einblicken in die kulturhistorische Geschichte der Stadt zum Schwerpunktthema Bauhaus. Denn die 1919 gegründete Kunstschule steht eng in Verbindung mit Karl Ernst Osthaus, einem Hagener Kunstmäzen und Vordenker der Moderne.

Ohne Osthaus kein Bauhaus

Nach dem Besuch seines ehemaligen Wohnhauses Hohenhof und der von Osthaus initiierten Künstlerkolonie Stirnband hörten sie einen Vortrag von Prof. Reinhold Happel, Münster University of Applied Sciences. Happel brachte es auf den Punkt: „Ohne Osthaus hätte es kein Bauhaus gegeben.“ Denn der umtriebige Hagener unterstützte weit im Vorfeld den späteren Bauhausgründer Walter Gropius: materiell, finanziell und ideell. Den Vortrag ergänzte eine kleine Fotoausstellung von und mit Stadtheimatpfleger Michael Eckhoff: „Die frühe Moderne in Hagen – zwischen Jugendstil und Bauhaus” mit lokalen Gebäuden aus dieser Epoche.

Nach dem kulturellen Input feierten die Absolventinnen und Absolventen beim Campusfest mit: in stimmungsvoll beleuchteter Kulisse und mit starker Musik der Groove Delighters. Der Regenguss frischte die gute Laune zwischendurch auf…

Anja Wetter | 25.09.2019