Erfolgreicher Workshop zum Welt-Logik-Tag

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Die Logik hat eine lange Tradition, die bis in die antike Philosophie zurückreicht. Trotzdem ist sie jetzt im modernen digitalen Zeitalter relevanter denn je. Um die Logik und ihr großes intellektuelles Potenzial zu würdigen, hat die UNESCO einen internationalen „World Logic Day“ ausgerufen. 2021 wurde er bereits zum dritten Mal gefeiert. Auch die FernUniversität in Hagen war wieder mit einem eigenen Workshop mit an Bord. „Es war eine gute Veranstaltung!“, resümiert Claudia Anger (M.A.). Gemeinsam mit PD Dr. Jens Lemanski stellte sie das mehrstündige Angebot der FernUniversität auf die Beine. Die beiden Forschenden sind im Lehrgebiet Philosophie I von Prof. Dr. Hubertus Busche tätig und befassen sich seit einiger Zeit schwerpunktmäßig mit logischen Fragen.

Aufgrund der Pandemie fand der Workshop dieses Mal als rein virtuelles Format statt. Die Gäste konnten sich jederzeit und von überall her ins Programm einklinken. Dabei gab es drei Vorträge auf Deutsch und drei englische Beiträge von entweder internationalen Fachleuten oder Nachwuchswissenschaftlern. Claudia Anger selbst sprach zu Euler-Diagrammen und Syllogistik. Jens Lemanski hielt noch vor dem Start des Workshops einen digitalen Abendvortrag als Gast im chinesischen Guangzhou. Den Höhepunkt der Hagener Veranstaltung bildete der Beitrag des griechischen Keynote-Speakers Prof. Dr. Ioannis Vandoulakis, der derzeit als Gastwissenschaftler an der FernUniversität tätig ist.

Digitale Einladung in über 40 Länder

„In Hagen waren durchschnittlich 20 bis 30 Teilnehmende zugeschaltet“, berichtet Lemanski. Den Workshop digital durchzuführen, das habe in der aktuellen Krisensituation viele Vorteile geboten, so der Logik-Experte. „Im nächsten Jahr wollen wir allerdings gerne wieder eine Hybrid-Veranstaltung durchführen.“ Neben dem Workshop an der FernUniversität gab es in Deutschland noch fünf weitere Events zum Aktionstag – in Hamburg, Konstanz, Düsseldorf und Göttingen. „Damit reiht sich die FernUniversität in gute Gesellschaft ein“, betont Lemanski.

Wer nach der Hagener Veranstaltung noch nicht genug von Logik hatte, dem ermöglichte die Zeitverschiebung eine Zugabe. Schließlich wurde der UNESCO-Tag mit Angeboten aus über 40 Ländern begangen: „Nach Workshop-Ende konnten sich die Teilnehmenden also noch auf Vorträge aus Nord- und Südamerika freuen“, so Anger.

Benedikt Reuse | 17.03.2021