Erste digitale Alumnifeier der „GernUni“

Foto: FernUniversität
Live im Studio: Rektorin Prof. Ada Pellert im Kreise der Absolventinnen und Absolventen

„Wow“. Prof. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität in Hagen, drehte sich einmal um sich selbst und war beeindruckt von der Kulisse: Bei der ersten digitalen Alumnifeier stand die Rektorin in der Mitte des Studios und war umgeben von knapp 1000 kleinen Gesichtern auf der umlaufenden Leinwand. Sie alle waren aus verschiedenen Ecken der Welt zugeschaltet. Für einen Abend schnurrte der FernUni-Kosmos auf dem eigenen Monitor zusammen.

Den Moment festhalten

„Ich bin sehr froh, dass Sie sich heute die Zeit nehmen“, begrüßte Ada Pellert die Absolventinnen und Absolventen der vergangenen drei Jahre, da die Alumni-Feiern in 2020 ausgefallen sind. „Aber so einen Moment wie einen Studienabschluss vorüberziehen zu lassen, wäre zu schade“, freute sich die Rektorin über das digitale Format.

Für Partystimmung war vorgesorgt. Alle hatten vorab ein Päckchen mit einem „Alumni-Bausatz“ bekommen: Brausepulver als Sektersatz, Knusperbrot und Catering im Beutel, Samenbombe statt Sonnenblume und kleinen Überraschungen. Flankiert von Livemusik mit dem Trio The Inner Voice und einem launigen Moderator Robin Hiermer im Studio lief der Abend an.

Am liebsten hätte Absolvent Holger Lersch, einer der Redner der Alumnifeier, bereits ein Shirt mit der Aufschrift „GernUni“ zu der durchaus feierlichen Gelegenheit getragen. Denn so charakterisiert der 46-Jährige die Universität, an der er nun seinen Bachelorabschluss in Informatik erreicht hat und direkt im Master Wirtschafsinformatik weitermacht. Für ihn ist die FernUni die Brücke zwischen seiner Lebenswelt in den USA, nahe New York City, und der alten Heimat Deutschland. Lersch nutzte die Chance, sich auch bei Lehrenden und Betreuern an der FernUni zu bedanken. Sie haben für ihn ebenso wesentlich als Wohlfühlfaktor beigetragen wie Mitstudierende, mit denen er sich über verschiedene Kanäle vernetzt.

Von der Musik zur IT: Clemens Tewinkel

Wie klein und weit zugleich die FernUni-Welt ist, machte Lersch in der Überleitung zum zweiten Redner des Abends deutlich, zu Clemens Tewinkel, Ex-Mitglied der bekannten Kölner A-Cappella-Formation Wise Guys. Bei Tewinkel hatte Lersch vor vielen Jahren ein Gesangsseminar belegt…

Was sie eint: Beide haben die Musikkarriere nicht hauptberuflich verfolgt und verdienen ihr Geld in der IT-Branche. Mit seinem Master-Abschluss Informatik an der FernUni kehrte Clemens Tewinkel den Wise Guys den Rücken. Das war schon 2008. Er ist noch immer froh über diese Entscheidung – und trotz des zeitlichen Abstands ein überzeugter „FernUnianer“. „Das FernUni-Studium hat sich total gelohnt“, bilanzierte er. „Ich habe einen guten und spannenden Job, der mir Spaß macht, kann von zu Hause aus arbeiten und meine Familie ernähren.“ Tewinkel arbeitet inzwischen im Bereich IT-Sicherheit.

Damit hat Clemens Tewinkel mit Ende 30 einen kompletten beruflichen Neustart hingelegt. Neben Bandauftritten und Konzerttourneen der Wise Guys hatte Tewinkel Musik und Physik auf Lehramt studiert. Seine Erfüllung war der Lehrerberuf nicht. Dann stieß er auf die FernUni… und freute sich über „sauber ausgedruckte Skripte statt der eigenen krakeligen Mitschrift der Physikvorlesung“.

Die Biografien beider Absolventen sind typisch für die FernUniversität mit ihrer höchst heterogenste Studierendenschaft. Das unterstrich auch Rektorin Ada Pellert beim Blick über die halbrunden Leinwände im Studio: „Allein anhand Ihrer Videos kann ich erahnen, was für eine Diversität hier im Raum ist.“

Gespräche und Tanz

Mit dem Abschluss an der FernUniversität muss das FernUni-Leben nicht vorbei sein. Das machte der Hamburger Absolventenkreis deutlich, der seine Arbeit vorstellte und dafür warb, weiterhin in Kontakt mit der FernUni zu bleiben. Bevor der Abend mit dem DJ im Studio ausklang, besuchten einige Absolventinnen und Absolventen „ihr“ Regionalzentrum in separaten virtuellen Räumen, um sich im Gespräch über das „Wie, Was und Warum“ rund um die FernUni auszutauschen. „Beim Tanzen kommt das Digitale nicht mit“, hatte Rektorin Ada Pellert noch prophezeit – ohne die Rechnung mit einigen Fernstudiumerfahrenen gemacht zu haben, die in ihren Wohnzimmern tanzten


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Anja Wetter | 25.06.2021