Europa 2019: Die Integration unter der Lupe

Ein Kind hält zwei blaute Luftballons mit gelben Sternen Foto: Norbert Kamil Kowaczek / EyeEm / GttyImages

Anlässlich der Wahl zum Europäischen Parlament haben fünf Forscherinnen und Forscher der FernUniversität in Hagen europäische Themen, insbesondere seine Integration, aus ihren fachlichen Richtungen beleuchtet. Sicher gibt es vieles an der EU zu kritisieren. Aber ihre Erfolge sind unbestreitbar – allerdings werden sie häufig übersehen oder nicht ihr zugeordnet. Ihr wichtigstes Ziel allerdings hat sie erreicht: Frieden.

Wirtschaftliche Integration Europas noch unvollendet

Die ökonomischen Integrationsvorteile wurden genutzt, um das viel wichtigere Ziel der Friedenssicherung zu erreichen. Hierzu äußert sich Prof. Dr. Helmut Wagner, Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomie.

Was ist das Ziel der Einigung Europas?

Für Prof. Dr. Andreas Haratsch (Lehrstuhlinhaber für Deutsches und Europäisches Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie Völkerrecht) ist das Ziel der Integration Europas nirgends festgelegt. Unbestritten ist aber ihr Erfolg als Friedensprojekt.

Marktmacht statt Staaten-Sammelsurium

Sowohl den Staaten wie ihren Bevölkerungen ist oft gar nicht bewusst, welche Vorteile sie durch die EU haben, betont Prof. Dr. Susanne Lütz, Leiterin des Lehrgebiets Politikwissenschaft II: Internationale Politik.

Wie entstehen Hass, Vorurteile und Radikalisierung?

Dr. Helen Landmann (Lehrgebiet Community Psychology) erklärt, woher Stimmungsmache gegen Europa und die Demokratie aus psychologischer Sicht rührt.

Was wissen Kinder von Europa?

Kinder können mit Europa erstaunlich viel anfangen, hat Dr. Markus Tausendpfund (Arbeitsstelle Quantitative Methoden) festgestellt. Sie kommen damit vielfältig in Kontakt.

Der Bildausschnitt zeigt die Hand eines Menschen, der einen Zettel in eine blaue Box mit gelben Sternen wirft. Foto: ericsphotography/E+/Getty Images
Gerd Dapprich | 22.05.2019