FernUniversität vergibt Stipendien für Lehrerinnen und Lehrer

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Prof. Dr Ada Pellert (li.) und Erik O. Schulz (re.) übergeben ein Stipendium an die Hagener Lehrerin Centain Jäger.

„Schule Digital“ ist ein kompaktes Weiterbildungsprogramm an der FernUniversität in Hagen, das im Frühjahr 2020 erstmals an den Start ging. Ziel der Weiterbildung ist es, Lehrkräfte für die zunehmende Digitalisierung des Unterrichts zu schulen und diese voranzutreiben. Das Programm wurde von Bildungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der FernUniversität entwickelt – unter anderem von Prof. Dr. Eva Cendon, die die Weiterbildung wissenschaftlich leitet. Die Projektleitung ist Cathrin Vogel. Anlass sind insbesondere die Auswirkungen, die die Corona-Pandemie auf das Unterrichten und Lernen hat. Mehr als zuvor ist es notwendig, sowohl Schulen technisch für digitale Lehrmethoden auszustatten, als auch das Lehrpersonal darin zu schulen.

Aufgrund der großen Nachfrage ist nun ein zweiter Durchlauf von „Schule Digital“ gestartet. Mit dabei sind sieben Hagener Lehrerinnen und Lehrer. Diese wurden von der Hagener Schulaufsicht und dem Schulamt als Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt und haben bereits die ersten Lerneinheiten absolviert. „Im Namen der Stadt Hagen bedanke ich mich ganz herzlich bei der FernUniversität für die Stipendienvergabe an Hagener Lehrkräfte, die gerade in Zeiten des Homeschoolings besondere Herausforderungen zu bewältigen haben. Durch eine Teilnahme am Weiterbildungsprogramm ,Schule Digital lassen sich die digitalen Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern optimal fördern. Damit kann die Digitalisierung in den Schulen weiter kräftig vorangetrieben werden“, freut sich Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz.

Symbolische Stipendienübergabe

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Centain Jäger mit ihrer Urkunde

Stellvertretend für die Stipendiatinnen und Stipendiaten überreichten am 05. März FernUni-Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert und Erik O. Schulz Centaine Jäger eine Urkunde. Dabei zeigte sich der Oberbürgermeister interessiert daran, inwieweit die Lehrerin das Gelernte bereits im Unterricht anwenden konnte und welche Schwierigkeiten es gibt. Jäger: „Das Programm ist sehr interessant. Wir werden jetzt in kleinere Arbeits-Gruppen nach Schulform unterteilt, worauf ich mich schon freue. Die Umsetzung in der Schule gestaltet sich aber teilweise hakelig, da wir noch immer nicht richtig ausgestattet sind. Was vor allem fehlt ist ein Konzept für ‚bring your own device‘, daher ist es schwierig für mich im Unterricht digitale Formate umzusetzen.“ Dennoch zieht sie insgesamt ein positives Resümee.

Centaine Jäger unterrichtet an der Astrid-Lindgren-Grundschule in Hagen, an der es eine heterogene Schülerschaft mit unterschiedlicher sozialer Herkunft gibt. Für manche Familien sei es finanziell nicht möglich sich ein Tablet anzuschaffen. Man müsse darauf achten, dass Kinder aus diesen Familien nicht abgehängt werden. Da sei die Politik gefragt. Und beim Lehrpersonal sei es so, dass sich manche mehr, manche weniger engagieren. Vielleicht auch weil manche Kolleginnen und Kollegen weniger Berührungspunkte mit dem Internet haben. Die Teilnehmenden der Weiterbildung werden deshalb darin geschult, weitere Kolleginnen und Kollegen mit digitalem Unterricht vertraut zu machen.

Weiterer Durchlauf geplant

Das Konzept von „Schule Digital“ sieht vor, die Wünsche, Erwartungen und Erfahrungen der teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer aufzunehmen und zu integrieren. „Wir lernen auch aus jedem Durchlauf und passen das Programm dementsprechend an“, sagt Constanze Schick, Leiterin des Instituts für wissenschaftliche Weiterbildung an der FernUni. Die zu absolvierenden Module richten sich nach dem Bedarf der Teilnehmenden.

„Der Bedarf zeigt deutlich, dass wir das Programm regelmäßig anbieten werden. Es wird für Lehrerinnen und Lehrer also weiterhin die Möglichkeit geben, sich in modernen Lehrmethoden fortzubilden“, so Schick weiter. Regulär ist die Weiterbildung „Schule Digital“ mit Kosten von 394 Euro verbunden.


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Carsten Sander | 19.03.2021