Fünfte bioethische Sommerschule

Die erfolgreiche Reihe „Summer School Bioethics in Context zur Integrativen Bioethik“ geht im Jahr 2018 in ihre bereits fünfte Runde. Vom17. bis 24. Juni findet eine internationale Sommerschule zum Thema „Life, Living Bodies, and the Genes. Bioethical Reflections on New Genetic Knowledge“ statt. Das Lehrgebiet „Praktische Philosophie – Ethik, Recht, Ökonomie“ (Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann) des Instituts für Philosophie der FernUniversität in Hagen veranstaltet sie in Kooperation mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der Katholischen Privatuniversität Linz, vier südosteuropäischen Partneruniversitäten sowie der Akademie für Politische Bildung in Tutzing am Starnberger See, wo die Sommerschule auch stattfindet.

Für die Zulassung zur Sommerschule können sich Studierende des Masterstudiengangs „Philosophie – Philosophie im europäischen Kontext“ der FernUniversität sowie Doktorandinnen und Doktoranden der Philosophie noch bis zum 15. März bewerben. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Heutzutage können uns Genetiker einen Einblick in die Vielfalt menschlicher Erbinformationen, den Ort wie auch die Abfolge von Basenpaaren, die unser Genom ausmachen, geben. Aber was wissen wir dadurch eigentlich? Und was wissen wir – möglicherweise aus prinzipiellen Gründen – alles nicht? Was also ist mit Genetic Knowledge gemeint und welche Bedeutung hat es für unser Verhältnis zu unserem eigenem Leib, für unser Verständnis von Menschsein sowie für unsere Beziehung zu anderen Lebewesen? Und was ist zu sagen zur Frage einer Veränderung des Erbguts von Pflanzen, Tieren und Menschen durch Genscheren wie CRISPR/Cas9 und neuerdings auch durch Basen-Editoren? Sind Keimbahneingriffe ethisch zu verantworten oder sprechen normative Gründe dagegen? Im Rahmen der internationalen Bioethik-Sommerschule sollen diese und weitere methodologische wie anwendungsbezogene Fragen bioethischer Theorie und Praxis differenziert und interdisziplinär erörtert werden.

Gerd Dapprich | 27.02.2018