Chinesisch-deutsche Lernplattform geht an den Start

Foto: Shanghai Open University

Die neue Plattform soll den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch der beiden Länder fördern und bündelt das Knowhow und die Ressourcen von zehn Bildungseinrichtungen und Unternehmen in China und Deutschland. Darunter die Fremdsprachenuniversität Shanghai, die Tongji-University, die Shanghai University for the Elderly, die Alibaba Group und die deutsche COGNOS AG.

Kurzinfo über die Shanghai Open University

Die Shanghai Open University wurde 1960 als Shanghai Television University gegründet. Mit dem Motto „For all learners, all for learners“ und über 80.000 aktiven Studierenden setzt sie sich sowohl mit akademischen Programmen in Form von Fernlehre als auch mit Programmen ohne universitären Abschluss und höherer Schulbildung für lebenslanges Lernen ein. Die Universität ist Gastgeber des UNESCO Chair on UNITWIN Netzwerks in Distance and Open Learning und wurde mit dem UNESCO King Hamad Bin Isa Al Khalifa Prize for the Use of Information and Communication Technologies in Education ausgezeichnet.

Bei einem Delegationsbesuch der Shanghai Open University an der FernUniversität im Herbst 2019 haben beide Hochschulen ein Memorandum of Understanding unterzeichnet und loten seitdem verschiedene Dimensionen der Kooperation aus. Diese ist vor allem für den „Virtual Exchange“ initiiert worden: So können Studierende der Shanghai Open University im kommenden Sommersemester drei englischsprachige Module der FernUniversität belegen. Die Erfahrungen mit der Kursöffnung sollen die Grundlage für weitere Aktivitäten auch mit Blick auf die chinesisch-deutsche Lernplattform bilden. Im Rahmen der Zeremonie bestärkte FernUni-Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert, dass man die Kooperation in Zukunft noch weiter intensivieren wolle und einen für 2020 angedachten Besuch nachhole, sobald es wieder möglich ist.

Feierlicher Launch des Probebetriebs

Foto: FernUniversität

Noch läuft die offene Lernplattform „Chinese-German OOC“ (CGOOC) im Probebetrieb. Erste Lerninhalte sind dort bereits aufgesetzt, die von Interessierten auf der ganzen Welt frei eingesehen werden können. So können derzeit in mehr als 30 Kursen auf English und Chinesisch Themen wie Sprache, Wirtschaft und Kultur von Deutschland und China erkundet werden. Was können deutsche und chinesische Studierende voneinander lernen und wie erfahre ich etwas über das andere Land, ohne dort gewesen zu sein? „Nicht erst seit der Corona-Pandemie, die diese Entwicklung beschleunigt hat, ist die Digitalisierung von wissenschaftlicher Lehre eines der Hauptthemen an unserer Universität“, betont Prof. Dr. Ada Pellert in ihrem Beitrag. „Zudem ist es eine gute Möglichkeit, sich auf den Besuch des jeweils anderen Landes schon zu Hause vorzubereiten“, so Pellert weiter. Somit kann die Plattform auch dazu beitragen, die multikulturelle Lehr- und Lernerfahrung für Fachkräfte zu verbessern.

Für die Anwesenden und auch die per Videokonferenz zugeschalteten Teilnehmenden wurde ein spannendes kulturelles Begleitprogramm angeboten, u.a. durch die Performance eines Tänzers der Shanghai National Opera, der mit einem Maskenspiel begeisterte. Für die Anwesenden gab es danach noch mehr zu feiern: Am Freitag war das chinesische Laternen-Fest.


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Carsten Sander | 19.03.2021