Neues studyNAVI: Passt ein Fernstudium zu mir?

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Wer sich mit studyNAVI einen ersten Eindruck vom Angebot der FernUni verschafft hat, kann besser planen – und sich zum Beispiel zielgerichteter an die Studienberatung wenden.

Lust auf neue Perspektiven? Vom 1. Juni bis 31. Juli läuft die Einschreibung zum Wintersemester an der FernUniversität in Hagen. Die Vorteile eines Fernstudiums liegen für viele auf der Hand: räumliche wie zeitliche Flexibilität, Planbarkeit und eine gute Verzahnung mit dem Familien- und Berufsleben. Allerdings bestehen oft auch Zweifel: Ist ein Fernstudium mit seinen besonderen Lehr- und Lernbedingungen wirklich das richtige für mich? Passt es zu meiner Lebenssituation, zu meinen persönlichen Vorstellungen und Möglichkeiten? Bei der Orientierung hilft jetzt der neue Online-Selbsttest studyNAVI. Federführend entwickelt hat ihn Dr. Phillip Ozimek. „Das Assessment soll ein realistisches Bild vom Studienalltag schaffen, das man mit seiner eigenen Vorstellung abgleichen kann“, so der Psychologe. „Vielen ist im Vorfeld einfach noch nicht klar: Fernstudium – was heißt das eigentlich?“ Neben dem Erwartungsabgleich gibt es einen Kompetenzcheck, mit dem Studieninteressierte ihre kommunikativen, technischen und organisatorischen Fähigkeiten einordnen können.

Am besten funktioniert studyNAVI im Desktop-Browser. Die Selbstbefragung ist anonym und dauert etwa 45 Minuten. Am Ende fasst eine PDF alle Ergebnisse übersichtlich zusammen. Daneben gibt es viele Tipps, Erklärungen und Links zur weiteren Orientierung. Einen Einfluss auf die Einschreibung selbst hat studyNAVI aber nicht.

Psychologisches Fundament

Das neue Angebot ist auch wissenschaftlich an der FernUni verankert – im psychologischen Projekt FURIOSA der beiden Lehrgebiete Persönlichkeits-, Rechtspsychologie und Diagnostik (Prof. Dr. Andreas Mokros) und Bildungspsychologie (Prof. Dr. Kathrin Jonkmann). Die Abkürzung FURIOSA steht für „Fernuniversitäres Ressourcen- und Interessen-Online-Self-Assessment“. „Wir wollen langfristig erheben, inwiefern studyNAVI dabei hilft, durchs Fernstudium zu kommen.“, erklärt Ozimek, der als Projektleiter seit 2021 an studyNAVI arbeitet. Nach dem erfolgreichen Launch soll das Angebot schrittweise verbessert und feinjustiert werden. „Es gibt zum Beispiel eine Follow-Up-Befragung im September für alle, die jetzt teilnehmen“, stellt Ozimek in Aussicht. Aber auch an technischen Aspekten, wie dem visuellen Erscheinungsbild oder der Usability, schraubt das Projektteam weiter.

Foto: FernUniversität
Psychologe Phillip Ozimek ist einer der wissenschaftlichen Köpfe hinter studyNAVI.

Baustein im Service-Angebot

Angestoßen wurde das Vorhaben vom damaligen Prorektorat für Studium und Diversität. Das FernUni-eigene Zentrum für Lernen und Innovation (ZLI) unterstützt das Angebot technisch; inhaltlich ist die Studienberatung eng eingebunden. „Nachdem Interessierte studyNAVI absolviert haben, können sie mit viel gezielteren Fragen in ein Beratungsgespräch gehen“, so Ozimek. In jedem Fall soll das Programm keine Schranke darstellen, sondern die Türen für alle Menschen öffnen, die neugierig auf ein Fernstudium sind. „Egal ob von den Kanaren aus, ohne Abitur oder als Berufstätiger in Teilzeit. So vielfältig wie FernUni-Studierende sind sonst wohl keine anderen“, bringt es der Psychologe auf den Punkt. „Grundsätzlich kann jeder Mensch an der FernUni studieren – man muss eben nur wissen wie!“

 

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Benedikt Reuse | 23.06.2022