Systemisches Coaching in Theorie und Praxis

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Im Systemischen Coaching geht es darum, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.

Viele Absolventinnen und Absolventen psychologischer und sozialer Studiengänge, aber auch Erfahrene anderer Berufsgruppen, wünschen sich, als Coach zu arbeiten – sei es als angestellte:r Coach in einem Unternehmen, als Führungskraft oder im Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit. Die wissenschaftliche Ausbildung eines grundständigen Studiengangs liefert das Fundament dazu. Unter der Leitung von Prof. Dr. Christel Salewski, Fakultät für Psychologie, haben Dr. Leonie Manthey und Viktor Vehreschild nun ein weiterbildendes Lehrangebot zum Thema systemisches Coaching entwickelt, das vor allem die erforderlichen praxis- und handlungsbezogenen Fähigkeiten vermittelt.

„Im Coaching geht es darum, Menschen dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen. Aus einer systemischen Perspektive sehen wir Menschen immer eingebettet in ihre sozialen Bezüge, legen viel Wert auf Ressourcenaktivierung und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, erklärt Viktor Vehreschild. Im Rahmen der Weiterbildung Systemisches Coaching lernen Teilnehmende Schritt für Schritt, wie sie Beratungs-Prozesse professionell gestalten können. Hierzu machen sie sich mit den zentralen systemischen Theorien vertraut und bauen sich einen reichhaltigen Methodenkoffer auf. „Mit einem Blended-Learning-Konzept, das das Beste aus den beiden Welten Präsenz und Online verbindet, und den zwei Anwendungsfächern Gesundheits- und Business-Coaching haben wir ein Angebot geschaffen, dass so nicht ein zweites Mal auf dem Markt zu finden ist“, sagt Dr. Leonie Manthey dazu.

Enges Betreuungsverhältnis und Persönlichkeitsentwicklung

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Viktor Vehreschild und Dr. Leonie Manthey entwickelten das Weiterbildungsangebot „Systemisches Coaching”.

Das Konzept der Weiterbildung sieht eine enge Betreuung der Studierenden vor. Aufgeteilt ist sie in ein Basis- und ein Aufbaucurriculum, welche insgesamt 25 Tage umfassen. Der gesamte Workload liegt bei knapp 300 Stunden, was zehn Creditpoints (ECTS) entspricht. Im Basiscurriculum schaffen die Teilnehmenden das Fundament für die Arbeit als Coach und üben es einen Coaching-Prozess strukturiert und professionell zu gestalten. Im Aufbaucurriculum vertiefen die Teilnehmenden ihre Kenntnisse im Bereich des Gesundheits- und Business-Coachings. Nach erfolgreicher Teilnahme stellt das Institut für wissenschaftliche Weiterbildung ein Zertifikat aus. Ein Teil der Weiterbildung findet über Online-Seminare und ein weiterer Teil in Präsenzveranstaltungen statt. Dazu werden vertiefende Studienmaterialien zur Verfügung gestellt. Parallel werden von den Teilnehmenden Coachings durchgeführt, die durch individuelle Supervisionen begleitet werden. Prof. Dr. Salewski betont: „Damit haben wir an der FernUniversität ein Angebot geschaffen, das das grundständige psychologische Curriculum ideal ergänzt und unsere Studierenden gut auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.“

Der Vorteil des hybriden Formats für Studierende ist, dass sie sich somit auch auf die Zukunft des Coachings vorbereiten können, da auch dieses zunehmend in digitaler Form stattfindet. Teilnehmende werden aber nicht nur praktisch und theoretisch auf die Tätigkeit als Coach vorbereitet, sondern durchlaufen durch die enge Verzahnung der einzelnen Weiterbildungsbestandteile auch einen intensiven Prozess der eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Dies ist wichtig, um optimal für die Arbeit als Coach gerüstet zu sein. „Die klare Fokussierung auf Coaching im organisationalen Kontext in Kombination mit dem systemischen Ansatz und den beiden Anwendungsfächern Gesundheits- und Business-Coaching ist ein Alleinstellungsmerkmal für unser Weiterbildungsangebot“, so Prof. Dr. Salewski.

Weiterführende Informationen

Starten wird das Programm erstmals im November 2022. Weitere Informationen zum neuen Studienangebot wird es bei unverbindlichen Veranstaltungen am 18. Mai und am 15. Juni geben. Weitergehende Auskunft erteilt das Institut für wissenschaftliche Weiterbildung der FernUniversität.

 

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Carsten Sander | 22.06.2022