FernUniversität ist fachlicher Türöffner und Luxus im Leben

Astrid Serowy sitzt inmitten von Studienbriefen. Foto: Astrid Serowy
Astrid Serowy kombiniert Lernmethoden: on- und offline.

Die Signatur ihrer E-Mails ist beeindruckend: „M.A. Bildung und Medien: eEducation, Master of Education, Qualitätsmanagerin/EFQM Assessorin, Stressmanagement“ steht unter ihrem Namen. Astrid Serowy kann vom Lernen offensichtlich nicht genug haben. Wenn man mit ihr darüber spricht, strahlt ihre Stimme förmlich. Hinter drei der vier Titel könnte als Quelle FernUniversität in Hagen stehen. „Die FernUniversität ist fachlich für mich ein Türöffner und in meinem Leben Luxus“, sagt die 57-Jährige.

Anknüpfungspunkte für Bildung

„Meine wahre Alma Mater ist die FernUni. Jede und jeder hat hier die gleichen Chancen, kann im eigenem Tempo lernen, mit den passenden Materialien, in jedem Alter.“ Sie selbst probiert sich hier risikolos aus. „Hier ist Raum für universelles Lernen. Ich beschäftige hier nicht nur meinen Kopf. Hier begegnet mir rechts und links Bildung, es gibt so viele Anknüpfungspunkte.“

Parallel zu ihrem Fernstudium Master Bildung und Medien: eEducation hat sie Weiterbildungskurse belegt: Projektmanagement, multimodales Stressmanagement, durch ihre Masterarbeit kam sie zum Qualitätsmanagement. „Ich habe in meiner persönlichen Entwicklung sehr davon profitiert.“ Fachlich sowieso – sie wollte gern Didaktik und Methodik im E-Learning vertiefen. „Mir geht es um das ganzheitliche und umfassende Lehren.“

Verschiedene Kanäle fürs Lernen

„Nach meiner festen Überzeugung findet Lernen über verschiedene Kanäle statt“, knüpft sie an. „Manche lernen am besten allein, andere brauchen den realen oder virtuellen Austausch, wieder andere müssen lesen, schreiben, hören, spielen...“ An der FernUni sei dieses „risikoloses Ausprobieren“ eben möglich – und im Studium eEducation ausdrücklich erwünscht gewesen.

Für sich selbst hat sie klar: Sie lernt gern allein. Sie kennt aber auch den Reiz von Gamification. „Ich mache selbst gern Online-Spiele“, räumt sie mit einem Lachen ein – und schiebt augenzwinkernd nach: „Rein beruflich bedingt.“ Sie halte auch damit den Draht zu ihren eigenen Lernenden, bewege sich auf Augenhöhe. „Ich halte das für sehr wichtig.“

So hat sie's auch im Studium erfahren: Den Einsatz unterschiedlicher Medien im Unterricht bewusst zu planen. Blogs, Videos, Portfolios – hat sie im Studium konzipiert und umgesetzt.

Ausbildung zur Bankkauffrau

Dabei hat sie zunächst einen klassischen Weg beschritten: eine solide Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert, ein Jahr in dem erlernten Beruf gearbeitet. „Was ich eigentlich wollte: unterrichten, lehren.“ Ein Studium also. Ihren ersten Studienabschluss, Master of Education, machte sie an der Uni Göttingen. Die folgenden Jahre widmete sie ihrer Familie und ihrem Beruf als Lehrende.

Astrid Serowy steht vor einer Wand mit Zetteln. Foto: Astrid Serowy

Neugierig auf moderne Medien war Serowy immer schon, probierte Technologien aus. „Deshalb habe ich mir bei meiner eigenen Unterrichtsplanung stets die Frage nach der Sinnhaftigkeit für neue Geräte oder Software gestellt“, guckt sie zurück. „Ich brauchte den theoretischen Überbau und die wissenschaftliche Basis.“ Im Alter von 52 Jahren schrieb sie sich 2013 an der FernUniversität mit dem Gedanken ein: „Vielleicht schaffe ich das ja.“ Vor dem ersten Modul dachte sie: „Ich kann auch entspannt durchfallen.“ Passierte aber nicht – und ihr Ehrgeiz erwachte.

Überfüllte Hörsäle, Tutorien mit 60 Leuten? Miserable Kopien? Passé. „Das war einmal. Das gibt es an der FernUni nicht.“ An der Hagener Hochschule lernte sie mit Streams, in virtuellen und echten Lerngruppen, on- und offline.

Unterstützung durch Umfeld

Im Frühjahr 2017 hat sie ihren Abschluss in eEducation gemacht, zur Alumnifeier ein Jahr später kam sie mit den ihr wichtigen Menschen ins Regionalzentrum Hagen. Durch ihr Umfeld wurde und wird Astrid Serowy tatkräftig unterstützt. „Das war ein geglückter Schlusspunkt unter ein geglücktes Studium.“

Nach Hagen hat sie ohnehin Kontakte, deshalb zieht es sie von Göttingen eher hierher als nach Hannover. Besuche und Präsenztage auf dem Campus nutzt sie gern auch für einen Sprung in die Unibibliothek, die sie „als Paradies“ schätzt. „Von zu Hause aus habe ich alles im digitalen Zugriff. Aber ich bin gern auch mal vor Ort.“

An der FernUni ist Raum für universelles Lernen.

Astrid Serowy

Bei den Gelegenheiten übernachtet sie in der Bildungsherberge der Studierendenschaft, die sie als ein wichtiges Element im Fernstudium betrachtet. „Da habe ich Seminare belegt und besondere Menschen kennengelernt.“

Lust auf Rechtswissenschaften

Mit ihrer Begeisterung für die FernUniversität hat sie eines ihrer Kinder angesteckt. Nun studieren sie gemeinsam im Bachelor of Laws. Ihr „Luststudium“, wie sie sagt. „Das gönne ich mir jetzt. Die Materialien sind super aufbereitet. Ich schätze Lerngruppen, die Motivation der anderen trägt mich mit und man begegnet so außergewöhnlichen, tollen Menschen.“ Rechtswissenschaftliches Wissen schade schließlich auch nicht, da sie bereits Rechtskurse für den beruflichen Bereich belegt hat.

Selbstmotivation und Durchhaltevermögen sollte man bei dem Pensum mitbringen. Intrinsisch motiviert ist sie auf jeden Fall. Eine schnelle Auffassungsgabe hilft ebenfalls. Sie lacht. Ihr fällt noch was ein: der Schein als C-Trainerin im Sport, den sie in ihrer freien Zeit ebenfalls abgelegt hat. „Da möchte ich mich betätigen, wenn ich in Rente bin.“ Einige Jahre sind es noch bis dahin.

Stand: Mai 2019