Die FernUniversität hat eine neue Kanzlerin

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Rektorin Prof. Ada Pellert (li.) begrüßt die neue Kanzlerin Birgit Rimpo-Repp.

„Die FernUniversität ist eine ganz besondere Einrichtung, die einzige ihrer Art in Deutschland. Hier Kanzlerin zu werden, ist für mich eine Herausforderung, der ich mich gerne stellen möchte und auf die ich mich sehr freue“, sagte Birgit Rimpo-Repp zu ihrem Amtsantritt.

Die studierte Mineralogin war von 2014 bis September 2019 Kanzlerin der Hochschule Furtwangen im südlichen Schwarzwald. Ihre Karriere im Hochschulmanagement hatte sie nach dem Studium der Mineralogie an der Technischen Universität Clausthal als persönliche Referentin des Rektors begonnen. Weitere berufliche Stationen führten sie an die Fachhochschule Karlsruhe, die Fachhochschule Erfurt und die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg. Von 2000 bis 2014 war Rimpo-Repp Geschäftsführerin der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel.

Rektorin freut sich auf die Zusammenarbeit und dankt der Amtsvorgängerin

Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität, hieß ihre neue Rektoratskollegin willkommen: „Ich bin sehr gespannt auf die frischen Ideen, die Birgit Rimpo-Repp mitbringt, und freue mich, mit ihr zusammen die FernUniversität weiter voranzubringen“, sagte Pellert. „Frau Rimpo-Repp verfügt über vielfältige Erfahrungen in der Leitung und Organisation von Hochschulen. Davon können wir sicher profitieren.“ Der Amtsvorgängerin der neuen Kanzlerin, Regina Zdebel, dankte die Rektorin für ihre mehr als 18-jährige Tätigkeit an der FernUniversität: „Frau Zdebel hat sich um die FernUniversität in den vergangenen beiden Jahrzehnten sehr verdient gemacht. Sie hat für eine solide organisatorische, finanzielle und räumliche Grundlage gesorgt, auf der wir uns zukunftsorientiert weiter entwickeln können“, sagte Pellert.

Finanzierung verbessern, Digitalisierung vorantreiben

Die Verbesserung der Finanzgrundlage ist eines der zentralen Vorhaben der neuen Kanzlerin Birgit Rimpo-Repp: „Die FernUni gehört sicher nicht zu den am schlechtesten ausgestatteten Hochschulen der Republik, aber auch nicht zu denen, die am besten finanziert sind,“ sagt sie. „Ich möchte Frau Pellert gerne in ihren Ideen unterstützen, zusätzliche Finanzquellen zu erschließen.“ Neben der Erhöhung der Grundfinanzierung sei es wichtig, zusätzliche Drittmittel einzuwerben. Potenziale sieht sie auch in der Erweiterung von Angeboten in der akademischen Weiterbildung sowie in der Gewinnung von Sponsoren.

„Ich habe vor, im Bereich der Digitalisierung einiges voranzubringen,“ benennt Rimpo-Repp ein weiteres Ziel. Digitale Technologien könnten dazu beitragen, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen und zu verbessern, um die Beschäftigten in der Verwaltung zu entlasten und den Nutzenden mehr Service zu bieten. Die Digitalisierung müsse aber auch die Studierenden in der Studienorganisation und im Studium unterstützen: „Dafür braucht es technische Voraussetzungen, dafür braucht es Personal an der Uni und dafür braucht es Konzepte. Dazu möchte ich seitens der Verwaltung möglichst viel beitragen,“ so die Kanzlerin.

Wertschätzung für die Verwaltung fördern

Ihren Führungsstil beschreibt die neue Chefin der Hochschulverwaltung als offen, fair und transparent: „Zunächst einmal bin ich nicht nur Führungskraft und Vorgesetzte, sondern auch Mensch. Ich gehöre nicht zu den Führungskräften, die der Auffassung sind, dass sie alles besser wüssten, sondern ich bin auch in der Lage, Fehler einzugestehen. Ich versuche, andere immer so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte.“ Wichtig ist ihr auch, für ein gutes Verhältnis zwischen Wissenschaft und Verwaltung zu sorgen: „Die Menschen im Verwaltungsbereich machen genauso ihren Job wie diejenigen im Wissenschaftsbereich und tragen zum Erfolg der Universität bei. Deshalb sollten sie genauso viel Wertschätzung für ihre Arbeit bekommen wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“

Für sechs Jahre gewählt

Birgit Rimpo-Repp wurde von der Hochschulwahlversammlung der FernUniversität gewählt, die sich aus dem Hochschulrat und dem Senat zusammensetzt. Ihre erste Amtszeit, die am 1.10.2019 beginnt, beträgt sechs Jahre, mögliche weitere Amtszeiten vier Jahre.

Stephan Düppe | 03.01.2020