FernUni-Studentin erhält Preis für Verbraucherforschung

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Eine Verleihungszeremonie konnte wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Ausgezeichnet wurde Jana Schneiß mit dem Nachwuchsförderpreis Verbraucherforschung NRW 2020 für ihre Abschlussarbeit am Institut für Politikwissenschaft der FernUniversität in Hagen. In ihrer Masterarbeit befasste sie sich mit der Parteiendifferenz in der Verbraucherpolitik. Sie analysierte die Ernährungs- und Digitalisierungspolitik in ausgewählten deutschen Bundesländern und kam zu dem Ergebnis, dass sich das Bild der Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen den Parteien insofern unterscheidet, „als dass die Unterschiede im Regierungshandeln nur zwischen gesamtlinken und gesamtrechten Landesregierungen zu erkennen sind“.

Gesamtrechte Landesregierungen neigten eher dazu, Verbraucherinnen und Verbraucher als verantwortungsvoll einzustufen und ihnen die Verantwortung für ihr Handeln selbst zu überlassen, während gesamtlinke Regierungen an bestehenden Verbraucherschutzinstrumente festhielten.

Kultur- und Wissenschaftsministerin lobt Ergebnisse

Der Nachwuchsförderpreis Verbraucherforschung NRW 2020 für Masterarbeiten ist mit 2500 Euro dotiert. Vergeben wird er vom Kompetenzzentrum Verbraucherforschung NRW (KVF NRW). Die Projektpartner des KVF NRW sind die Verbraucherzentrale NRW, das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Neben Jana Schneiß von der FernUniversität in Hagen wurde Dr. Franziska Hidding für ihre Dissertation an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ausgezeichnet. Sie befasste sich mit alternativer Streitbeilegung im Verbraucherrecht.

Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen lobt beide Arbeiten gleichermaßen: „Mit dem Förderpreis würdigt das Land auch in diesem Jahr wieder den ausgezeichneten Wissenschaftsnachwuchs Nordrhein-Westfalens im Bereich der Verbraucherforschung. In ihren Abschlussarbeiten beschäftigen sich die beiden Preisträgerinnen mit den wichtigen Themen Verbraucherrecht und Verbraucherpolitik und tragen mit ihren Forschungsergebnissen zu mehr Transparenz in unserer globalisierten Lebens- und Konsumwelt bei.“

Zur Abschlussarbeit

Jana Schneiß befasst sich in ihrer politikwissenschaftlichen Masterarbeit „Parteiendifferenz in der Verbraucherpolitik? Eine Analyse der Ernährungs- und Digitalisierungspolitik in ausgewählten deutschen Bundesländern“ mit der Frage, ob die parteipolitischen Prägungen der Landesregierungen zu unterschiedlichem verbraucherpolitischen Handeln führen. Sie zeigt, dass Parteiendifferenzen weniger zutage treten, sondern vielmehr die Unterschiede durch Koalitionszusammensetzungen geprägt werden. Zur ausführlichen Zusammenfassung

Redaktion | 09.12.2020