Inklusion in der Praxis – ein Beispiel aus der Bibliothek

Foto: FernUniversität
Auf dieses Poster hat das UB-Team bereits zahlreiche positive Reaktionen erhalten. Es sind oft die kleinen Dinge, die Inklusion voranbringen.

Auf die Leiter steigen und das gewünschte Buch aus der obersten Regalreihe holen? Für Studierende und Beschäftigte mit Behinderung kann das eine unüberwindbare Hürde sein. Daher weist die Bibliothek der FernUniversität in Hagen mit einem neuen Plakat auf die Hilfestellung durch Kolleginnen und Kollegen der Zentralen Information hin. „Eigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir helfen“, sagt Claudia Schneider, Leiterin im Dezernat 3 der UB (Benutzung). „Aber eine Einschränkung sieht man nicht jeder Person an. Und vielleicht trauen sich einige Betroffene sonst nicht, an der Theke nachzufragen.“

Gerne hat Claudia Schneider daher mit ihrem Team die Anregung der Schwerbehindertenstelle umgesetzt, mit einem Aushang die Unterstützung bei der Bibliotheksnutzung sichtbarer zu machen. „Wir haben die Idee als Regal-Assistenz aufgegriffen, ein Poster dazu erstellt und sind schon mehrfach positiv darauf angesprochen worden“, fasst Schneider zusammen.

Koordinationsstelle Inklusion

Die Regal-Assistenz in der UB ist ein Praxisbeispiel, wie Inklusion an der FernUniversität nach vorne gebracht wird. Für weitere Fortschritte auf dem Weg zur inklusiven Hochschule sollen in den nächsten fünf Jahren 25 Maßnahmen in sechs Handlungsfeldern sorgen. Sie sind Teil des Inklusionskonzepts „Fernstudium ohne Barrieren“. Dessen Umsetzung hatte das Rektorat im April 2018 beschlossen. Um den Prozess zu unterstützen und die einzelnen Maßnahmen aufeinander abzustimmen, wird nach den Sommerferien eine Koordinationsstelle Inklusion ausgeschrieben.

Carolin Annemüller | 03.09.2018