FernUniversität druckt Printmedien klimaneutral

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Mit dem klimaneutralen Druck hinterlässt die FernUni einen grünen Fußabdruck. Weltweit werden mit den Ausgleichszahlungen Klimaschutzprojekte unterstützt.

Im Mai wurden die gedruckten Jahrbücher der FernUniversität verschickt. Druckfrisch liegen zudem die neuen Infohefte vor. Auch wenn der Trend zu mehr digitalen Angeboten geht, hält die FernUniversität an Printmedien fest. Denn nach wie vor möchten viele Leserinnen und Leser Studien- und Infomaterialien sowie hochwertig gestaltete Publikationen auch in der Hand halten. Ebenso groß ist der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit. Daher spielt der Klima- und Ressourcenschutz bei der Produktion von Printmedien eine zentrale Rolle. „Wir sind in 2019 gestartet und haben unsere Druckproduktionen mit dem Blick auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit aufgestellt“, sagt Dorothee Nienhaus aus dem Medienvertrieb im Dezernat 5.2.

Klimaneutral gedruckt

Für die Druckprodukte der Bereiche Marketing und Presse ist die klimaneutrale Produktion bereits in den Jahren 2019 und 2020 erfolgreich eingeführt worden. „Das heißt: Wir ermitteln die CO2-Bilanz beim Druck und gleichen entstandene Emissionen aus“, erklärt Nienhaus. Dafür steht das Logo „klimaneutral gedruckt“ auf den Umschlagseiten der Imagebroschüren, Jahrbücher, Infohefte und Wissenschaftsmagazine. Außerdem sind die Auflagen der Printmedien an den aktuellen Bedarf angepasst worden. „Unsere Print-Auflagen stagnieren oder werden reduziert“, beschreibt Dorothee Nienhaus den Trend zu mehr Verzicht auf Papier.

Verwendung von zertifiziertem Papier

Darüber hinaus setzt die Druckerei der FernUniversität auf zertifiziertes Papier. Für die Produktion der Studienmaterialien wird Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier verwendet, das mit dem „Blauen Engel“ oder dem „EU_Ecolabel“ zertifiziert ist. Für die Publikationen für Marketing und Presse wird ein Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft (FSC-zertifiziert) genutzt. „Hauptrohstoff für unsere Printproduktionen ist Papier als Wertstoff mit einer Recyclingquote von circa 80 Prozent“, stellt Nienhaus heraus.

Blick ins Logistikzentrum während der Versandtermine Foto: FernUniversität
Die FernUni hat den Druck ihrer Studienmaterialen nachhaltig aufgestellt.

Wie funktioniert der klimaneutrale Druck?

Mit dem klimaneutralen Druck trägt die FernUniversität zum weltweiten Klimaschutz bei. Nach dem Ermitteln der CO2-Bilanz werden die Emissionen ausgeglichen. „Wir haben also eine Balance zwischen Nehmen und Geben“, sagt Dorothee Nienhaus. Dabei wird die die gleiche Menge an Treibhausgasemissionen, die mit der Herstellung verbunden sind, über die finanzielle Unterstützung für weltweite Klimaschutz-Projekte kompensiert.

Die Emissionen beim Herstellen von Druckprodukten werden mit einer Software (CO2-Rechner) berechnet. Erfasst wird so jeweils der CO2-Fußabdruck des Printmediums. Dazu gehören alle Maschinen mit Leistungswerten und Stromverbrauch, Druckverfahren und bedruckbare Materialien. Ebenso fließen klimarelevante Daten zu Zulieferern, Kunden, Fahrwegen, Verkehrsmitteln und Energiebedarfen ein. Anhand dieser Daten wird für jeden Auftrag die entstehende CO2-Menge ermittelt. Daraus ergeben sich die Zertifikatsgebühren.

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Unterstützt werden mit den Ausgleichszahlungen unter anderem Wind- und Solarenergie.

Werden die CO2-Emissionen durch die Investition in Klimaschutzzertifikate ausgeglichen, dürfen diese Medien mit dem Logo „klimaneutral gedruckt“ versehen werden. Eine ID-Nummer auf dem Logo ermöglicht das Zuordnen der Kompensationsprojekte.

Unterstützte Klimaschutzprojekte

Unterstützt werden Klimaschutzprojekte in Deutschland und weltweit, die sich für den Waldschutz, Aufforstung, Wasserkraft, Wasseraufbereitung, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien wie zum Beispiel Windenergie und Solarenergie einsetzen.

Carolin Annemüller | 24.06.2021