Thomas Tilli

Erste Promotion nach Weiterbildungs-Master in Hagen

Die einen sammeln Briefmarken, die anderen Sportmedaillen. Thomas Tilli hat andere Interessen, die er mit Urkunden dokumentieren kann: Bildung und Weiterbildung auf hohem und höchstem Niveau. Eine beachtliche Qualifikations-„Karriere“ konnte er jetzt mit seiner Promotion an der FernUniversität in Hagen „krönen“. Tilli ist der erste Absolvent der Hagener Hochschule, der an ihr auf der Basis einer wirtschaftswissenschaftlichen Weiterbildung mit Masterabschluss beim Hagener Institut für Management-Studien e.V. (HIMS) promovierte, das An-Institut der FernUni ist.

Dr. Thomas A. W. Tilli, im Dezember 1957 in Hof geboren, legte 1976 nach nur acht Jahren Gymnasium sein Abitur ab. Seither schloss er viele Studiengänge ab, darunter alleine drei an der FernUniversität:

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Dr. Thomas Tilli

  • 1977 bis 1984 Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik, Abschluss als Diplom-Ingenieur;
  • 1979 bis 1986 Mineralogie mit Schwerpunkten in Kristallographie und Halbleitertechnologie, Abschluss als Diplom-Mineraloge;
  • 1984 bis 1988 Aufbaustudium Operations Research mit Schwerpunkten in Informationstechnik und angewandtem Operations Research, Abschluss als Magister des Operations Research (M. O. R.);
  • 2005 bis 2007 Managementstudium am Hagener Institut für Management Studien (HIMS e.V.) an der FernUniverstität in Hagen. Abschluss als Master of Science (Management), Masterarbeitsthema: „Auktionssysteme in der Beschaffung”;
  • 2003 bis 2008 Studium der Physik an der Uni Mainz. Abschluss als Diplomphysiker .
  • 2004 bis 2009 Fernstudium der Mathematik an der FernUniversität mit Schwerpunkt in Numerik und Stochastik, Abschluss als Diplom-Mathematiker;
  • 2009 bis 2011 FernStudium „Master of Computer Science“ an der FernUniversität mit Schwerpunkten in Software-Engineering und Datenanalyse, Abschluss als Master;
  • Mitte 2009 bis Mai 2012 Masterstudiengang Energiemanagement, Abschluss als Master;
  • Ab Mitte 2007 Externer Doktorand an der FernUniversität, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Thema im Bereich Logistik: „Packen von Kreisen und Kugeln in Rechtecke bzw. Quader“.

Multiprojektmanager für ein IT-Großprojekt

Nun studierte Thomas Tilli keineswegs „just for Fun“, sondern durchaus zielgerichtet, auf seine Tätigkeit als freiberuflicher Berater im Bereich der Informationstechnik. Seine Schwerpunkte sind Prozess-, Methoden- und Toolberatung in der Softwareentwicklung, Enterprise-, Software- und System-Architektur und Design komplexer Systeme mit hohen nichtfunktionalen Anforderungen, Projektmanagement, -leitung und -leitungscoaching, Technologiebewertung und -prognose, IT-Strategien und Anforderungs- und Change-Management. So war er Multi-Projektmanager für ein IT-Großprojekt bei einem führenden deutschen Softwarehaus im Logistikbereich. Als Gesamtprojektleiter unterstanden ihm 15 Teilprojekte, Projektleiter und Enterprise-Architekt in einem IT-Großprojekt im Logistikbereich (Luftfahrt). Um nur zwei seiner zahlreichen Aufträge aus 20 Jahren zu nennen...

Nach rund 10 Jahren Studien-„Pause“ begann er 2003 wieder zu studieren. Wie schafft man es, einen solchen Beruf mit einem Studium zu vereinbaren? Und warum überhaupt? Natürlich zum einen, um vorhandenes Wissen zu aktualisieren und zu erweitern. Zum anderen ging es Tilli aber auch um eine Horizonterweiterung: „Es ist vorteilhaft, wenn man einen größeren Überblick hat, dann sieht man bestimmte Entscheidungen im Unternehmen in einem anderen Licht“, resümiert er. Mit seiner wissenschaftlichen Weiterbildung beim HIMS „konnte ich mein Wissen zum Projektmanagement vertiefen – angesichts meiner beruflichen Orientierung hat mir das besonders viel gebracht.“ Das gilt nach seinen Worten sowohl für das allgemeine Management-Einmaleins wie auch für betriebs- und volkswirtschaftliches Hintergrundwissen.

Möglich war ihm die erfolgreiche Absolvierung der Studiengänge der letzten Jahre wohl nur durch das besondere Studiensystem, das in dieser Form nur von der FernUniversität geboten wird: ein universitäres Fernstudium, deutschsprachig, staatlich und höchst flexibel. So konnte er Studium und Beruf gut kombinieren. Dabei spielte durchaus eine Rolle, dass er aus seiner Situation – heute hier und morgen dort zu arbeiten – das Beste machte: „Die Jobs sind nicht da, wo man wohnt“, betont der „Bahn-Vielfahrer“, „im Zug ist man relativ abgeschottet und kann gut lernen“. In der Regel kann Thomas Tilli diesen Vorteil für sich sogar zweimal täglich nutzen, denn in den letzten Jahren fuhr er meistens abends nach Hause in Mainz zurück. Zwei Jahre allerdings verbrachte er seine Abende auch in einer Zweitwohnung.

„Das Hagener Studienmaterial ist sehr gut aufbereitet und vollständig"

Besonders lobt Tilli das breite Angebot der FernUniversität: „Andere Hochschulen bieten auch Fernstudien an, aber keines ist so umfangreich. Das Hagener Studienmaterial ist sehr gut aufbereitet und vollständig.“ Da Tilli gerne alleine lernt waren ihm Kontakte zu anderen Studierenden – die an der FernUniversität gut möglich sind – weniger wichtig: „Wirtschaftswissenschaft ist ebenso wie meine Präsenzstudienfächer Elektrotechnik und Physik sehr stark mathematisch ausgerichtet, da muss man selbst üben, um sie zu beherrschen. Eine Vorlesung reicht sowieso nicht.“ Eine Lerngruppe kann aber dann helfen, wenn man Probleme hat, aber wenn man selbst die Lösung findet, benötigt man sie nach Tillis Erfahrung nicht. „Und zur Not kann man ja immer noch die Betreuer der FernUni fragen!“ Auch ihre elektronischen Betreuungsangebote nutzte Tilli, „die neuen Technologien – Mail und Chat zum Beispiel – sind in meinem Beruf auch ja auch verbreitet“.

Eine Nähe zur Welt der Wissenschaft hatte Thomas Tilli, seit er nach seinen ersten beiden Studien 1987 bis 1992 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Werkzeugmaschinen und am Institut für Halbleitertechnologie sowie Leiter der Softwareentwicklung des Biometrischen Zentrums Aachen GmbH war.

Stand: Mai 2013

Gerd Dapprich | 20.09.2018