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Weibliche und männliche Gehirne – kleine Unterschiede mit großer Wirkung!

22. April 2015

Vortragsreihe: BürgerUniversität Coesfeld

Zeitraum
22.04.2015 19:00 Uhr
(bis 20.30 Uhr)

Ort
WBK – Wissen Bildung Kultur, Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld

Veranstalter
Ernsting's family-Junior-Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften (Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke)

Referent
Prof. Dr.med. Dr. rer.nat. Bettina Pfleiderer
Die Chemikerin und Ärztin arbeitet als Hirnforscherin am Institut für klinische Radiologie des Uniklinikums Münster. Dort leitet sie die Arbeitsgruppe „Cognition & Gender“ und beschäftigt sich mit geschlechtsspezifischer Medizin. Ab 2016 wird sie dem Weltärztinnenbund für 3 Jahre als Präsidentin vorstehen.

Zwischen weiblichen und männlichen Gehirnen wurden robuste Unterschiede in der Struktur, Funktion, Neurochemie und während der Pubertät nachgewiesen. Dies führt beispielsweise zu unterschiedlichen Symptomen von neuropsychiatrischen Erkrankungen und zu Unterschieden bei der Lösung von kognitiven Aufgaben. Frauen und Männer unterscheiden sich beispielsweise bezüglich ihres Gedächtnisses. Frauen haben ein besseres Sprachgedächtnis, während Männer bessere Ergebnisse in räumlichen Wahrnehmungsaufgaben erzielen. Diese Unterschiede setzen sich bis ins hohe Alter fort. Auch reagiert das Gehirn unterschiedlich auf emotionale Reize und verarbeitet diese anders.

In dem Vortrag wird die Referentin gemeinsam mit dem Publikum einen Streifzug durch das weibliche und männliche Gehirn unternehmen und Unterschiede und Gemeinsamkeiten diskutieren.


Gerd Dapprich | 06.12.2017