Historischer Salon. Geschichte im Gespräch: „Multidirectional Memory – Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonialisierung“

27. Januar 2022

Zeitraum
27.01.2022, 18:00 Uhr
(bis 19.30 Uhr)

Veranstalter/-in
Lehrgebiet Geschichte der Europäischen Moderne

Moderation
Prof. Dr. Alexandra Przyrembel und Dr. Arndt Neumann

Das Lehrgebiet Geschichte der Europäischen Moderne startet eine neue Reihe an der FernUniversität in Hagen: „Historischer Salon. Geschichte im Gespräch“. Am Donnerstag, 27. Januar, von 18 bis 19.30 Uhr findet der erste Teil zum Thema „Multidirectional Memory – Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonialisierung“ statt. Zu Gast ist Dr. Felix Axster. Er lehrt und arbeitet am Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin mit den Schwerpunkten Kolonialgeschichte, Geschichte des Antisemitismus, Rassismustheorie, Mediengeschichte und Erinnerungspolitik.

Lehrgebietsleiterin Prof. Dr. Alexandra Przyrembel und Dr. Arndt Neumann moderieren die Veranstaltung. Sie findet online über den Videokonferenzdienst Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Zoom-Link zur Teilnahme


Worum geht es?

Für die geschichtspolitische Debatte, die im Deutschland des frühen 21. Jahrhunderts über das Verhältnis von Holocaust und Kolonialverbrechen geführt wird, stellt die von dem US-amerikanischen Literaturwissenschaftler Michael Rothberg veröffentlichte Aufsatzsammlung „Multidirectional Memory“ einen maßgeblichen Bezugspunkt dar. Doch obwohl dieses Buch bereits 2009 erschien, liegt es erst seit kurzem in einer deutschen Übersetzung vor. Den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus nimmt das Lehrgebiet Geschichte der Europäischen Moderne zum Anlass für die Frage, ob das Konzept der multidirektionalen Erinnerung sich für die Neuausrichtung der deutschen Gedächtniskultur eignet.

Neue Veranstaltungsreihe

Ziel der Veranstaltungsreihe „Historischer Salon. Geschichte im Gespräch“ ist es, eine interessierte Öffentlichkeit, und natürlich die Fernstudierenden, auf die Bücher aufmerksam zu machen, die im Zentrum aktueller geschichtswissenschaftlicher Debatten stehen. In loser Folge diskutieren Mitarbeitende des Lehrgebiets mit Gästen aus anderen Universitäten über die Stärken und Schwächen von Neuerscheinungen, Übersetzungen und wiederentdeckten Klassikern.

Der nächste „Historische Salon“ findet am Donnerstag, 28. April, um 18 Uhr statt.

Benedikt Reuse | 19.01.2022