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„Die Durchsetzung des modernen Konstitutionalismus in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts“

14. Juli 2016

Vortragsreihe: Europäische Verfassungswissenschaften

Zeitraum
14.07.2016 17:00 Uhr


Ort
FernUniversität, AVZ-Gebäude, Universitätsstr. 21, 58097 Hagen, Raum B118 (Kleiner Senatssaal)

Veranstalter
Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften

Referent
Prof. Dr. Horst Dippel
Universität Kassel
1942 geboren, Studium der Geschichte, Politischen Wissenschaften und Philosophie in Köln, Heidelberg und Göttingen. Promotion 1970 (Köln), Habilitation 1980 (Hamburg). Nach verschiedenen Positionen und Vertretungen und Heisenberg-Stipendium, von 1988/89 bis 2009 Professor für British and American Studies an der Universität Kassel. Forschungsschwerpunkt westeuropäisch-amerikanische Verfassungsgeschichte.

Moderation
Prof. Dr. Peter Brandt, FernUniversität in Hagen

Es geht darum, Verfassungsgeschichte neu zu denken, weg von der nationalstaatlich ausgerichteten oder dominierten Betrachtung, hin zu der Frage nach den Inhalten und verbindenden Elementen von Verfassungen. Zu diesem Zweck wird der moderne Konstitutionalismus, wie er in der amerikanischen und Französischen Revolution im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts entstanden war, in den Mittelpunkt der Untersuchung gerückt. Seine zehn Prinzipien (Volkssouveränität, Menschenrechte, universelle Prinzipien, begrenzte Regierungsgewalt, die Verfassung als oberstes Gesetz, repräsentatives Regierungssystem, Gewaltentrennung, Verantwortlichkeit der Regierenden, Unabhängigkeit der Justiz und Abänderbarkeit der Verfassung unter Mitwirkung des Volkes) haben sich in den nachfolgenden mehr als zwei Jahrhunderten zumindest in der Theorie weltweit durchgesetzt, und der Vortrag versucht, diese Durchsetzung und ihre jeweiligen Grenzen in Deutschland anhand der Verfassungen von 1871, 1919 und 1949 deutlich zu machen.


Gerd Dapprich | 06.12.2017