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Zur Form des Urteils. Antworten der formalen, transzendentalen und dialektischen Logik

08. September 2016

Vortragsreihe: Forum Philosophicum

Zeitraum
08.09.2016 18:30 Uhr


Ort
FernUniversität, TGZ-Gebäude, Universitätsstr. 11, 58097 Hagen, Raum Ellipse (EG)

Veranstalter
Institut für Philosophie

Referent
Ass.-Prof. Dr. Dr. Max Gottschlich
KU Linz

Was ein Urteil bzw. eine Aussage ist, scheint im alltäglichen Sprechen selbstverständlich zu sein. Doch ein Blick in die Logik zeigt, dass es ganz erstaunliche Auffassungsdifferenzen gibt, wie denn die Form eines Urteils zu begreifen wäre. Bereits innerhalb der formalen Logik tritt eine beachtliche Differenz zwischen der Urteilsauffassung der traditionell-aristotelischen und der modernen mathematisierten Logik im Anschluss an Frege auf. Von der formalen Logik insgesamt unterscheidet sich Kants transzendentallogische Urteilsauffassung – und von dieser wiederum jene im Rahmen der Hegelschen Dialektik, die sich prominent in der Lehre vom „spekulativen Satz“ ausspricht. Diese Differenzen sind fundamentalphilosophisch von enormen Gewicht, haben sie doch weitreichende Implikationen (etwa für den Begriff der logischen Form überhaupt, für die Relevanz der Urteilsform für das Erkennen, für die Methode der Wissenschaft und für die Auffassung von Sprache). Der Vortrag möchte diese Differenzen an einigen markanten Punkten herausstellen und nachvollziehbar machen.


Gerd Dapprich | 06.12.2017