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„Der Baum und der Hirsch“: Zwei Vorkämpfer für ein liberales, freiheitliches Deutschland

22. Juni 2017

Vortragsreihe: Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
22.06.2017 18:00 Uhr
(bis 20 Uhr)

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Veranstalter
Institut für Geschichte und Biographie

Auskunft erteilt
Eva Engelhardt

Gerhart Baum und Burkhard Hirsch, zwei der profiliertesten Politiker unseres Landes, sind seit sechzig Jahren politische Weggefährten. Seit Jahrzehnten sind sie Vorkämpfer für Bürger- und Freiheitsrechte in Deutschland und gelten als „liberales Gewissen“ der Republik. Vehement und erfolgreich streiten sie gegen Vorratsdatenspeicherung, Lauschangriffe oder Online-Durchsuchungen, aber auch für eine humane Asylpolitik und die universelle Geltung der Menschenrechte. So erreichten Gerhart Baum und Burkhard Hirsch zusammen mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Jahr 2004, dass wesentliche Teile des Gesetzes zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Großer Lauschangriff) als Verstoß gegen die Menschenwürde und deshalb als verfassungswidrig eingestuft wurden. Mit einer weiteren Verfassungsbeschwerde, erneut gemeinsam mit Burkhard Hirsch, griff Baum 2005/06 erfolgreich das Luftsicherheitsgesetz an.

Dr. Burkhard Hirsch (* 29. Mai 1930 in Magdeburg), Rechtsanwalt und seit 1949 Mitglied der FDP, war von 1975 bis 1980 Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Von 1972 bis 1975 und von 1980 bis 1998 war er Mitglied sowie von 1994 bis 1998 zugleich Vizepräsident des Deutschen Bundestages.
Gerhart Baum (* 28. Oktober 1932 in Dresden), Rechtsanwalt, seit 1954 Mitglied der FDP, 1966 bis1998 in den Führungsgremien der Partei vertreten, von 1982 bis 1991 Stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und Mitglied des Deutschen Bundestages von 1972 bis1994, war von 1978 bis 1982 Bundesminister des Innern.

Wie in ihrer 2016 erschienenen Veröffentlichung „Der Baum und der Hirsch. Deutschland von seiner liberalen Seite“ berichten beide Politiker an diesem Abend über die wichtigsten Wegmarken ihrer privaten und politischen Biographie vor dem Hintergrund der wechselvollen bundesdeutschen Geschichte mehrerer Jahrzehnte. Zum Ende der Veranstaltung wird es wie gewohnt Gelegenheit geben, Fragen aus dem Publikum zu stellen.

Die Podiumsdiskussion wird von Prof. Dr. Ewald Grothe (Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Archiv des Liberalismus, Gummersbach) moderiert.

Gerd Dapprich | 06.12.2017