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Zur Rhetorik des politischen Ressentiments

22. November 2017

Vortragsreihe: Wissenschaftsgespräche

Zeitraum
22.11.2017 16:00 Uhr
(bis 19.00 Uhr)

Ort
Seminargebäude der FernUniversität, R. 1 - 3, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen

Veranstalter
Fakultät Kultur- und Sozialwissenschaften

Referent
Prof. Dr. Thomas Bedorf
Institut für Philosophie

Moderation
Prof. Dr. Michael Niehaus

Auskunft erteilt
Prof. Thomas Bedorf

Die Politisierung unserer Gegenwart zieht ihre Kraft aus einem Aufbrechen affektiver Artikulationsformen des Politischen, und zwar sowohl in aktivierender („Wutbürger“) als auch in regierender, gouvernementaler Perspektive („governing by affect“). Ein solcher Affekt ist das Ressentiment, dessen Rhetorik uns allerorten begegnet: auf der Straße, in den digitalen Netzen und nicht zuletzt im Parlament. Mit Nietzsche und Scheler kann man verstehen, daß das Ressentiment ein spezifisch demokratischer Affekt ist. Je nachdem wie man damit umgeht, läßt sich darauf mit einem ressentimentalen bzw. einem emanzipatorischen Populismus antworten.


Gerd Dapprich | 06.12.2017