„Wann ist ein Mann ein Mann?“ – Einblicke in die Männlichkeitsforschung

06. Juni 2018

Vortragsreihe: Frauen u. Männer im Gespräch

Zeitraum
06.06.2018
14:00 Uhr

Ort
Seminargebäude der FernUniversität (Gebäude 2), Räume 4 bis 5, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen

Veranstalter/-in
Gleichstellungsstelle der FernUniversität in Hagen

Referent/-in
Maximiliane Brand, M.A.
Ruhr-Universität Bochum

Auskunft erteilt
Gleichstellungsstelle
(Tel.: 02331/987-1346)

(Feministische) Männerforschung, (kritische) Männlichkeitsforschung, oder (critical) men‘s studies sind nur einige der Begriffe, die die wissenschaftliche Befassung mit dem Thema „Männer“ und „Männlichkeit(en)“ beschreiben. Jedoch unterscheiden sie sich teilweise sehr stark in Bezug auf ihre Ausgangspunkte, Inhalte und ihrer Position zu Feminismus als auch Frauen- und Geschlechterforschung.

Auch im deutschsprachigen Raum avancierte Männlichkeitsforschung in den letzten Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der Geschlechterforschung. Eine Fülle an interdisziplinären Studien und Sammelbänden, die in den vergangenen 30 Jahren veröffentlicht wurden, macht dies deutlich.

Um einen Einblick in die Männer- und Männlichkeitsforschung zu gewinnen, werden im Vortrag die theoretischen Grundlagen zur Erforschung von Männlichkeiten skizziert. Diese orientieren sich maßgeblich an dem Konzept der „hegemonialen Männlichkeit“ von Raewyn Connell und dem Konzept des „vergeschlechtlichten und vergeschlechtlichenden Habitus“ von Pierre Bourdieu. Ebenso wird ihre theoretische Weiterentwicklung im deutschsprachigen Raum durch Michael Meuser kurz in den
Blick genommen.

Aber auch andere Texte aus der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Männlichkeitsforschung sollen ihren Platz finden und hinsichtlich ihres Beitrags für die Geschlechterforschung vorgestellt werden. Im Anschluss werden die erarbeiteten Begriffe und Konzepte gemeinsam in Bezug zu empirischen Studien
aus den Bereichen der aktuellen Männlichkeitsforschung diskutiert.

Mit Blick auf die aktuellen Ressentiments gegenüber der Gender Studies in Gesellschaft und Medien („Anti-Genderismus“), kann in einer abschließenden Diskussion die Frage nach der Notwendigkeit von „geschlechtlichen“ Bündnissen innerhalb der Gender Studies gestellt werden.

Presse | 20.09.2018