Protest und Revolte in West-Berlin 1964/69. Betrachtungen aus der Perspektive des Zeitzeugen und Wissenschaftlers

16. Mai 2018

Vortragsreihe: Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
16.05.2018
18:00 Uhr (bis 20 Uhr)

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Veranstalter/-in
Institut für Geschichte und Biographie

Referent/-in
Prof. Dr. Peter Brandt
(FernUniversität)
leitete 1990 bis 2014 das Lehrgebiet „Neuere Deutsche und Europäische Geschichte“

Moderation
Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch und Edgar Liebmann M.A.

Auskunft erteilt
Eva Engelhardt

Peter Brandt, Jahrgang 1948, erlebte die unruhigen Zeiten der West-Berliner Innenpolitik zwischen Anti-Tschombé-Demonstration (12/1964) und „Schlacht am Tegeler Weg“ (11/1968) als Schüler und angehender Student bzw. als Mitglied der linkssozialistischen „Falken“ und als Mitbegründer einer trotzkistischen Organisation. Mit seiner Beteiligung an Protestaktionen der Außerparlamentarischen Opposition gegen den Vietnamkrieg der USA, die Notstandsgesetze und den Springer-Verlag stellte er sich auch gegen die Politik Willy Brandts, Berlins Regierendem Bürgermeister (1957-1966) bzw. Außenminister der ersten „Großen Koalition“ (1966-1969). Besondere öffentliche Aufmerksamkeit erregte Peter Brandts vorübergehende Festnahme und Verurteilung durch das Amtsgericht Tiergarten im Juni 1968 wegen der Beteiligung an unerlaubten Demonstrationen.

Der Hochschullehrer und Historiker Peter Brandt ist in einer doppelten Funktion zu Gast: als Zeitzeuge und als Wissenschaftler, der sich in Essays, Aufsätzen und Interviews kritisch mit „1968“ als einer die Bundesrepublik nachhaltig prägenden Epoche auseinandergesetzt hat.

Als Moderatoren (und Gesprächspartner) beteiligen sich die Historiker Arthur Schlegelmilch (Jahrgang 1958) und Edgar Liebmann (Jahrgang 1970).

Gerd Dapprich | 03.07.2018