Sind die 68er das Musterbeispiel einer Generation?

28. November 2018

Vortragsreihe: BürgerUniversität Coesfeld

Zeitraum
28.11.2018
19:00 Uhr (bis 20.30 Uhr)

Ort
WBK – Wissen Bildung Kultur in Coesfeld, Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld

Veranstalter/-in
Ernsting‘s-family-Junior Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften

Referent/-in
Prof. Dr. Michael Corsten
Universität Hildesheim
lehrt seit 2008 Soziologie an der Universität Hildesheim. Er hat 1991 in Marburg promoviert. Von 1991 – 2000 arbeitete er am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung zu berufssoziologischen Fragestellungen. Von 2001 bis 2008 forschte er an der Universität Jena zu bürgerschaftlichen Engagement. Aktuell untersucht er die Bedeutung von Symbolik in der Gesellschaft sowie den Zusammenhang von Biographie und Generation.

Moderation
Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke

Auskunft erteilt
Regionalzentrum Coesfeld

2018 feiert das zeitgeschichtlich legendäre Jahr 1968 und die ebenso prominenten 68er ein Jubiläum. Sie werden 50. Kaum ein anderes Jahr spielt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 eine ähnliche Rolle. 1968 ist ein Symbol für unsere Gesellschaft, und die Zeit der 1960er hat eine Generation hervorgebracht, die das zivilgesellschaftliche Leben nicht nur in Deutschland, sondern weltweit radikal veränderte.

Mit dem Jahr 68 geht eine historische Zäsur einher, die zu einem erheblichen Teil von den veränderten Lebensformen der Jugendgeneration und deren rebellischem Auftreten ausgegangen ist.

Der Vortrag geht den Fragen nach, wie sich Generationsphänomene soziologisch bestimmen lassen und ob die 68er als ein Musterbeispiel für historische Generationen sind. Die leitende These wird dabei sein, dass Bedingungen, die eine Generationsbildung ermöglichen, äußerst selten gegeben sind. Für die 68er war das der Fall. Erst dadurch konnten sie zum Mythos werden.


Gerd Dapprich | 20.09.2018