Schuld, die nicht vergeht. Den letzten NS-Verbrechern auf der Spur

16. Januar 2019

Vortragsreihe: Lüdenscheider Gespräche

Zeitraum
16.01.2019
18:00 Uhr (bis 20 Uhr)

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

Veranstalter/-in
Institut für Geschichte und Biographie der FernUniversität

Referent/-in
Kurt Schrimm
Oberstaatsanwalt a.D.

Moderation
Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch, FernUniversität

Auskunft erteilt
Eva Engelhardt

"Gerechtigkeit gibt es nicht - wir können nur versuchen, noch so viele wie möglich zu kriegen."

Ohne sie wäre das Vernichtungssystem nicht möglich gewesen: die KZ-Aufseher, Wachleute, Buchhalter, Helfer — die kleinen Rädchen im großen Mordgetriebe.

Ohne ihn wären sie nie zur Verantwortung gezogen worden: Kurt Schrimm, Staatsanwalt und langjähriger Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen. Sein halbes Leben hat er der Aufgabe gewidmet, NS-Verbrecher wie Josef Schwammberger, Alfons Götzfrid oder John Demjanjuk vor Gericht zu bringen. Im „Lüdenscheider Gespräch“ schildert Kurt Schrimm die schwierige Suche nach den Tätern und erzählt von den bewegenden Begegnungen mit KZ-Überlebenden, die er als Zeugen befragt hat.

Kurt Schrimm, geboren 1949 in Stuttgart, studierte Rechtswissenschaften und war seit 1979 im Justizdienst des Landes tätig, zunächst als Staatsanwalt in Stuttgart. Ab 1982 war er im Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart für Verfahren wegen Mordes im Zusammenhang mit nationalsozialistischen Gewaltverbrechen zuständig. Ende September 2000 wurde ihm die Leitung der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg übertragen. Kurt Schrimm, inzwischen im Ruhestand, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er wurde mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Alle Interessierten sind zu dem Podiumsgespräch eingeladen, der Eintritt ist frei.


Gerd Dapprich | 14.12.2018