Epistemische Verletzlichkeit. Wie ist Phänomenologie politisch?

21. Februar 2019

Vortragsreihe: Forum Philosophicum

Zeitraum
21.02.2019
16:00 Uhr

Ort
Seminargebäude der FernUniversität (Gebäude 2), Raum 1 bis 3, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen

Veranstalter/-in
Prof. Dr. Thomas S. Hoffmann; Prof. Dr. Thomas Bedorf, Prof. Dr. Hubertus Busche

Referent/-in
Prof. Dr. Christina Schües, Lübeck

Auskunft erteilt
Prof. Dr. Thomas Bedorf

Tatsachen werden zur Meinung, die Meinung zum alternativen Fakt. Vertraute gesellschaftliche und politische Erkenntniskategorien verschwimmen. Gegenwärtige Handlungs- und Normbereiche unterliegen einem Wandel, Verhaltensweisen ändern sich, Politik tritt in neuem Gewand auf. Ist der öffentliche politische Raum prekär, fragil geworden? Die Sphäre des Meinens wird zum Hort einer zerstörten normativen Ordnung, der von der Faktizität des Wirklichen und der Erfahrung befreit ist. Deshalb fragt Christina Schües in ihrem Vortrag: Sind die Menschen – die Bürgerinnen und Bürger, auch die Kinder und Jugendlichen – einer neuen Verletzlichkeit, einer epistemischen Verletzlichkeit ausgesetzt? Haben wir es mit einer epistemischen Verletzung zu tun, die uns zeigt, dass wir auch sprachlich und epistemisch verletzlich sind, und zwar hinsichtlich unserer Erkenntnisfähigkeit und Wissensordnung, Sprache und unseres normativen Bezugsrahmens. Der Vortrag diskutiert, wie Verletzlichkeit und Prekarität aus phänomenologischer und politischer Perspektive verstanden werden kann. Wie hängen Verletzlichkeit und Erkenntniskategorien hinsichtlich unserer Kommunikation und politischen Interaktion zusammen?

Dei Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.


Gerd Dapprich | 20.09.2018