Das Ende des Kapitalismus: Wann sah Marx selbst es kommen?

05. März 2019

Vortragsreihe: Wissenschaftsgespräche

Zeitraum
05.03.2019
18:15 Uhr

Ort
KSW-Gebäude der FernUniversität (Gebäude 1), Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Trakt B, Raum B0.025)

Referent/-in
Gareth Stedman Jones
ist Fellow des King’s College, Cambridge und seit 2010 Professor für Ideengeschichte am Queen Mary University of London. Seine zum 200. Geburtstag des deutschen Philosophen erschienene Biografie, in der er sich auf die Suche nach dem wahren Karl Marx begab, gilt als Meilenstein der Marx-Forschung.

Die wissenschaftliche Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind eingeladen. Der Vortrag ist auf Englisch, in der anschließenden Diskussion kann man die Fragen auch auf Deutsch stellen.

Wann ist der Kapitalismus am Ende? War es für Karl Marx selbst immer zwangsläufig? Um diese zentrale Frage des Marxismus geht es am Dienstag, 5. März, in den „wissenschaftsgesprächen“ der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität in Hagen: „When did Marx think capitalism would fall?“ Das Historische Institut freut sich sehr, dass es dafür den renommierten britischen Historiker Gareth Stedman Jones gewinnen konnte.

Marxisten sind davon überzeugt, dass der Kapitalismus zwangsläufig zusammenbrechen wird. Das war sicher auch die Position von Friedrich Engels und späteren Marxisten. Doch war dies auch Marx‘ eigene Überzeugung? Hierzu gibt es keine einfache Antwort, denn die Position des deutschen Philosophen dazu, was Kapital ist und wie es endet, änderte sich im Lauf der Zeit. Gareth Stedman Jones vertritt die Auffassung, dass zwischen drei verschiedenen Phasen seiner Positionen unterschieden werden kann: Die erste endet im Zuge der 1848er Revolutionen, die zweite 1859, die dritte dauerte von 1864 bis 1869.

Seinen Vortrag an der FernUniversität wollte er bereits im Jahr 2018 halten, dem 200. Jahr nach Marx‘ Geburt. Doch standen dem zahlreiche Einladungen aus aller Welt entgegen.


Gerd Dapprich | 29.10.2018