KZ-Gedenkstätten und deutsche Erinnerungskulturen im Wandel: das Beispiel Sachsenhausen

22. Mai 2019

Zeitraum
22.05.2019
18:00 Uhr

Ort
Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid

In diesem Lüdenscheider Gespräch geht es um „KZ-Gedenkstätten und deutsche Erinnerungskulturen im Wandel: das Beispiel Sachsenhausen“. Den Vortrag hält der Berliner Historiker Prof. Dr. Günther Morsch. Die Moderation hat Prof. Dr. Wolfgang Kruse, FernUniversität in Hagen. Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.

Im Gepäck des schweren DDR-Erbes, das durch den Beitrittsvertrag 1989/90 in die neue, wiedervereinigte Bundesrepublik übernommen wurde, befanden sich auch die drei großen Mahn- und Gedenkstätten Buchenwald, Ravensbrück und Sachsenhausen. Vor allem die KZ Gedenkstätte auf dem Ettersberg bei Weimar sowie die Gedenkstätte am Rande der Bundeshauptstadt in Oranienburg rückten wegen ihrer zweifachen Vergangenheit als Konzentrations- und sowjetische Speziallager in den Fokus eines teilweise heftig und polemisch ausgetragenen erinnerungspolitischen Diskurses.

Diese auf höchster politischer Ebene geführte Debatte über die Zukunft des Gedenkens führte letztlich dazu, dass sich die bundesdeutsche Erinnerungskultur grundlegend veränderte. Günter Morsch begleitete diesen grundlegenden Wandel bundesdeutscher Erinnerungskultur als Leiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen sowie als Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten von Beginn an.

Gerd Dapprich | 11.02.2019