"Suizidprävention als Gegenstand der Medizinethik und politische Herausforderung"

24. Oktober 2019

Zeitraum
24.10.2019
16:30 Uhr (bis 20 Uhr)

Ort
FernUniversität, Gebäude 3, Raum Ellipse (EG), Universitätsstr. 11, 58097 Hagen

Veranstalter/-in
Prof. Dr. Thomas S. Hoffmann; Prof. Dr. Thomas Bedorf, Prof. Dr. Hubertus Busche

Referent/-in
Prof. Dr. Dr. Armin Schmidtke (Würzburg)

Auskunft erteilt
Prof. Thomas S. Hoffmann

Die Themen Suizidalität und Suizidprävention haben im letzten Jahrzehnt in Deutschland besondere Bedeutung gewonnen, vor allem vor dem Hintergrund der gesetzgeberischen und standespolitischen Diskussion zur Suizidbeihilfe. Aufgrund zunehmender Betonung des Selbstbestimmungsrechts und eines Verständnisses von „Autonomie“, das Entscheidungen über das eigene Leben und das Lebensende einschließen soll, ist ein Wechsel ethischer Grundauffassungen festzustellen. Für die Suizidprävention stellen diese Einstellungsänderungen vor dem Hintergrund des Versuchs einer adäquaten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung von Personen, bei denen man im Unterschied zu früheren – vor allem religiösen – Einstellungen heute eine besondere psychische Notsituation annimmt, eine besondere Problematik dar. Die zukünftige Suizidprävention ist von einer Reihe unterschiedlicher Variablen abhängig, nicht zuletzt auch vom gesundheitspolitischen Willen und der sozialen Hilfeleistung für betroffene Personen.

Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.


Gerd Dapprich | 05.09.2019