Die wunderbare Unzerreißbarkeit der Gesellschaft. Unscheinbare Erscheinungen des Alltags und ihre soziologische Deutung

13. November 2019

BürgerUniversität Coesfeld

Zeitraum
13.11.2019
19:00 Uhr

Ort
WBK – Wissen Bildung Kultur, Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld

Veranstalter/-in
Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke, Ernsting’s family-Junior-Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften an der FernUniversität in Hagen

Referent/-in
Dr. Thomas Loer
(Private Universität Witten/Herdecke)
habilitierter Soziologe, ist Gastdozent an der Privaten Universität Witten/Herdecke, Lehrbeauftragter an der International Psychoanalytic University Berlin und freiberuflich tätig (Praxis für klinische Soziologie – Analyse und Beratung). Seine Forschungsschwerpunkte sind: Reziprozität als Grundbegriff der Kultur- und Sozialwissenschaften, Methodologie und Methode der Objektiven Hermeneutik.

Moderation
Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke

Auskunft erteilt
Barbara Thesing

Vortrag

Der Titel zitiert eine Formulierung des bedeutenden Soziologen und Sozialphilosophen Georg Simmel. In dem Zusammenhang heißt es bei ihm:

„Daß die Menschen sich gegenseitig anblicken, und daß sie aufeinander eifersüchtig sind; daß sie sich Briefe schreiben oder miteinander zu Mittag essen; daß sie sich, ganz jenseits aller greifbaren Interessen, sympathisch oder antipathisch berühren; […] daß einer den andern nach dem Wege fragt und daß sie sich füreinander anziehn und schmcken – all die tausend, von Person zu Person spielenden, momentanen oder dauernden, bewußten oder unbewußten, vorüberfliegenden oder folgenreichen Beziehungen, aus denen diese Beispiele ganz zufällig gewählt sind, knüpfen uns unaufhörlich zusammen.“

Diese unscheinbaren Erscheinungen des Alltags verweisen auf mehr als bloße und – wie Simmel zeigt: nützliche – Gewohnheiten, die womöglich psychologisch zu erklären sind. In ihnen kommt vielmehr zum Ausdruck, was uns als Menschen ausmacht. Im Vortrag wird dies aus soziologischer Perspektive anschaulich und verständlich gemacht.

Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.


Gerd Dapprich | 13.09.2019