Degressivität und Doppelproporz - Zur Zusammensetzung des Europäischen Parlaments nach Mitgliedstaaten und Parteienfamilien

12. Dezember 2019

Europäische Verfassungswissenschaften

Zeitraum
12.12.2019
17:00 Uhr

Ort
FernUniversität, Gebäude 2 (SEminargebäude), Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 4 und 5 (OG)

Veranstalter/-in
Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften (DTIEV) der FernUniversität

Referent/-in
Prof. (em.) Dr. Friedrich Pukelsheim
Institut für Mathematik der Universität Augsburg
Friedrich Pukelsheim ist emeritierter Stochastik-Professor. Nach Tätigkeiten in Freiburg und Hamburg war er von 1983 bis 2014 Inhaber des Lehrstuhls für Stochastik und ihre Anwendungen am Institut für Mathematik der Universität Augsburg. Friedrich Pukelsheim entwickelte das Wahlverfahren Doppeltproportionale Divisormethode mit Standardrundung, genannt Neues Zürcher Zuteilungsverfahren oder auch „doppelter Pukelsheim“

Moderation
Prof. Dr. Werner Kirsch, Leiter des Lehrgebiets Stochastik, FernUniversität, Mitglied des Vorstands des DTIEV

Auskunft erteilt
Dr. Ingrid Piela

Der Vertrag von Lissabon verlangt, dass die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments nach Mitgliedstaaten dem Grundsatz der degressiven Proportionalität folgen muss. Der Grundsatz verkörpert den politischen Willen, dass die bevölkerungsstärkeren Mitgliedstaaten einer Unterrepräsentation zustimmen, damit die bevölkerungsschwächeren Mitgliedstaaten besser repräsentiert werden. Der Vortrag berichtet davon, wie im Vorfeld der vergangenen Wahl der Ausschuss für Verfassungsfragen das Thema anging und welche Entscheidung schließlich zustande kam.


Gerd Dapprich | 26.09.2019