„Hannah Arendts Republikanismus des Dissenses“

13. Februar 2020

Forum Philosophicum

Zeitraum
13.02.2020
16:30 Uhr (bis 20 Uhr)

Ort
Seminargebäude der FernUniversität (Gebäude 2), Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 1 bis 3

Veranstalter/-in
Prof. Dr. Thomas S. Hoffmann, Prof. Dr. Thomas Bedorf, Prof. Dr. Hubertus Busche

Referent/-in
Prof. Dr. Christian Volk (Berlin)

Auskunft erteilt
Prof. Dr. Thomas Bedorf

Der Vortrag präsentiert Hannah Arendts politisches Denken als einen Republikanismus des Dissenses. Ein solches Denken stellt die Bedeutung von Institutionen, Recht und der Sichtbarmachung von Konflikt in den Vordergrund. Es entwirft den Republikanismus konflikt- und handlungsorientiert und entzieht sich zugleich der Orthodoxie der Volkssouveränität. Arendt ist für die aktuelle republikanische Diskussion deshalb so relevant, da bei ihr die Idee von der Ordnung der Freiheit und der Selbsterneuerung des republikanischen Gemeinwesens im Zuge der politischen Auseinandersetzung ausbuchstabiert wird.

Der Vortrag wird zeigen, wie Arendts Verständnis von Republikanismus den Schwerpunkt auf zivilgesellschaftliches Engagement legt und insbesondere die Entstehungsbedingungen politischen Handelns thematisiert. So stellt Arendt eine Alternative zum neo-republikanischen und radikaldemokratischen Diskurs dar, der insbesondere für gegenwärtige demokratie¬theoretische Diskussionen, wie jene um den Nutzen, die Bedeutung und die Form von Politisierung, von großem Wert erscheint.

Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen.


Gerd Dapprich | 05.09.2019